2. Bundesliga

Becker über Titz-Entlassung: „Geht auch um unsere Ziele“

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Nach 19 Pflichtspielen auf dem Trainerstuhl des Hamburger SV war für Christian Titz vor rund zwei Wochen Schluss. Inzwischen hat Sportvorstand Ralf Becker die Maßnahme, den Übungsleiter nach gut einem halben Jahr Tätigkeit von seinen Aufgaben zu entbinden, erläutert.

Das torlose Unentschieden im Heimspiel gegen den VfL Bochum war für Christian Titz die letzte Partie als Trainer des Hamburger SV. Zwei Tage später gaben die Rothosen offiziell die Trennung von dem Übungsleiter bekannt, Nachfolger wurde Hannes Wolf. Für dieses Manöver erntete Sportvorstand Ralf Becker im Nachgang viel Gegenwind aus der Fanszene, schließlich war Titz bei den HSV-Anhängern sehr beliebt.

„HSV muss zur Ruhe kommen“

„Ich habe sehr genau wahrgenommen, dass Christian Titz im Frühjahr einen Umschwung bewirkt hat, dass er Fans und Mannschaft wieder vereint hat“, erklärt Becker im Gespräch mit dem kicker. „Aber letztlich geht es auch um unsere Ziele, und ich bin sicher: Wenn wir gegen unsere Überzeugung nichts machen, weil wir denken, der HSV muss jetzt zur Ruhe kommen, dann holt uns das am Ende auch ein.“

Vier Trainer unter Vertrag

Für Unmut sorgt vor allen Dingen der Umstand, dass noch bis Ende Juni kommenden Jahres vier Trainer auf der HSV-Payroll geführt werden. Neben dem kürzlich geschassten Titz und dessen Nachfolger Wolf streichen die ebenfalls entlassenen Markus Gisdol und Bernd Hollerbach bis zum Ende der Saison angeblich insgesamt 2,4 Millionen Euro ein. Hinzu kommt das auf 650.000 Euro taxierte Gehalt des neuen Trainers Wolf.

Verständnis für Unmut von außen

Becker habe Verständnis für die negativen Stimmen, die nach der Titz-Entlassung aufgekommen sind: „Mir war klar, dass die Entscheidung in der Öffentlichkeit nicht losgelöst von der Vergangenheit bewertet wird, und es ist für Außenstehende sicher schwer zu trennen.“ Der Manager könne jedoch nichts für den Personalverschleiß des HSV in der Vergangenheit, weshalb er sich davon freimachen müsse, dass es Leute gebe, die sagen: „Da hat sich nichts verändert.“

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