Bundesliga

Bayerns scharfe Generalabrechnung: „Werden uns hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen!“

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Die außerordentliche Pressekonferenz des FC Bayern München mit Präsident Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportvorstand Hasan Salihamidzic wurde mit großer Spannung erwartet. Das Trio hat deutlich gemacht Spieler, Trainer Niko Kovac und den gesamten Verein schützen zu wollen.

Die Berichterstattung über die Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande (0:3) sorgte für Verdruss beim FC Bayern München. Karl-Heinz Rummenigge rechnete mit den Medien gnadenlos ab: „Das werden wir nicht mehr weiter akzeptieren. Was man da lesen musste, hatte nichts mehr mit Kritik an der Leistung zu tun. Es war nur noch Abrechnung mit einzelnen Spielern.“ Der Vorstandschef zitierte in diesem Zusammenhang gar Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Rummenigge wehrt Kritik an Neuer ab

Die Kritik an Torhüter Manuel Neuer habe ihn sprachlos zurückgelassen. Er stellte sich vor den zuletzt etwas schwächelnden Schlussmann: „Darüber, was Manuel als Torhüter kreiert hat kann und darf es keine zwei Meinungen geben.“ Auch die Aussage von Experte Olaf Thon, der Jerome Boateng und Mats Hummels „Altherrenfußball“ bescheinigte, habe Rummenigge verärgert: „Da kann ich eigentlich nur sagen: ‚Geht es eigentlich noch?'“

Debatte über Robbery „respektlos“

Die Debatte über das Alter von Franck Ribery und Arjen Robben sei „unverschämt, respektlos und polemisch.“ Der ehemalige Profi, der selbst in Italien spielte, riet zum Blick in eben dieses Land: „Man sollte mal hinsehen, wie Experten und Medien dort mit verdienten Fußballern umgehen.“ Als Beispiel nannte er Cristiano Ronaldo: „Hier in Deutschland wurde der Transfer eines 33-Jährigen gefeiert. Das ist auch in Ordnung. Aber man sollte auch mit Anstand über unsere Spieler berichten.“

Zentraler Tag für den FC Bayern

Nach einer „sechsjährigen Dauerparty“ mit großen Erfolgen – die Rummenigge allesamt aufzählte – sei jetzt offenbar der Moment gekommen, in dem einige Medienvertreter mit dem Klub abrechnen wöllten. Deshalb sei der „heutige Tag“ ein wichtiger für den FC Bayern: „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir uns das ab sofort nicht mehr gefallen lassen. Diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung werden wir uns nicht mehr bieten lassen.“

Springer-Verlag im Visier

Vor allem den Springer-Verlag nahm er dabei ins Visier, man habe zuletzt zwei Unterlassungserklärungen erwirkt. „Wir werden unsere Spieler, unseren Trainer und unseren Klub schützen“, stellte Rummenigge klar. Dabei gehe es nicht darum, in einer Negativspirale gelobt zu werden: „Das erwartet kein Mensch. Wir wollen aber eine Berichterstattung auf faktischer Natur haben.“

Hoeneß verärgert über Löw-Berichterstattung

Uli Hoeneß sprang seinem Kollegen bei: „Es ist einfach mal an der Zeit, dass der wichtigste Klub in Deutschland sich mal klar positioniert“ Der Verein werde sich „jetzt wieder zu einer Einheit in der Öffentlichkeit darstellen, wie sie das lange nicht erlebt haben.“ Dies bezeichnete Hoeneß als die „Botschaft des Tages.“ Er nahm auch Bundestrainer Joachim Löw in Schutz: „Die Art und Weise, wie ntv versucht hat, ihn abzuschießen – das war widerlich.“ Der Sender habe zwölfjährige nach der Zukunft von Löw gefragt. Das gesamte Vorgehen sei „respektlos! Das hat dieser Mann nicht verdient.“

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