Bundesliga

Bayern-Krise: Hamann rechnet mit Verantwortlichen ab

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Dietmar Hamann hat bei der Sendung Sky90 deutliche Worte für die Transferpolitik des FC Bayern München gefunden.

„Die Mannschaft ist zu alt. Die Bayern sind fast 30 Jahre im Schnitt“, kritisierte Hamann scharf und erklärte, weshalb es beispielsweise gegen Ajax Amsterdam (1:1) in der Champions League so große Probleme gab: „Wenn du immer einen Schritt zu langsam bist, bist du verunsichert. Du triffst immer die falsche Entscheidung. Ajax hat Bayern aussehen lassen wie eine Altherrenmannschaft.“

Hamann kritisiert Charakter der Mannschaft

Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge würden den Spielern zu viel Gehör geben und sie zu selten in die Pflicht nehmen: „Diese Mannschaft passt charakterlich nicht zusammen. Einige stellen ihr eigenes Wohl über über das des Teams. Ich kann mir vorstellen, dass einige Spieler bei der Führung waren. Die Spieler finden immer Ausreden und Alibis. Das sind sehr, sehr ungute Zeiten.“ Hamann sehe dadurch die Gefahr, dass das Team „untrainierbar“ werde.

Keine Weiterentwicklung im Kader

Statt im Sommer einen Umbruch einzuleiten, wurde mit den Altstars Arjen Robben und Franck Ribery der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Bereits nach wenigen Wochen zeigt sich: Sitzen die Flügelspieler auf der Bank, droht Trainer Niko Kovac Ärger. Die Münchener haben sich auf dieser für ihr Spiel so wichtigen Positionen nicht entscheidend weiterentwickeln können, vor allem das Fehlen eines Spielers wiege schwer: „Vor fünf Jahren hatte Bayern die besten Außenspieler. Die haben sie jetzt nicht mehr. Deshalb ist jetzt Kingsley Coman so ein schlimmer Ausfall. Das ist der wichtigste Spieler in der Offensive aktuell.“ Auf den Franzosen wird Kovac wohl noch die komplette Vorrunde verzichten müssen.

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