Bundesliga

Bayern-JHV: Mitglied kritisiert Hoeneß scharf

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Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München ging es sehr emotional her. Ein Anhänger teilte am Ende hart gegen Präsident Uli Hoeneß aus.

Das Club-Mitglied kritisierte Uli Hoeneß für dessen Wortwahl in den vergangenen Wochen und warf ihm Kumpanei und einen falschen Umgang mit Ehrenspielführer Paul Breitner vor. „Früher wollte ich sein wie Uli Hoeneß, jetzt bin ich mir nicht mir sicher“, sagte der 33-jährige Fan. Vor allem der Umgang mit Breitner stieß ihm wütend auf.

Vorwurf 1: Falscher Umgang mit Breitner

„Der Herr Dreesen wurde zum Telefon-Lakaien degradiert, weil Sie es nicht im Kreuz hatten, Ihren alten Weggefährten anzurufen. Ein Ehrenspielführer ist nicht zu verbannen (…)“, warf er Hoeneß vor und wurde noch deutlicher: „Es ist nicht Ihr Stadion, der Verein ist nicht Ihr Eigentum. Paul Breitner hat ausgesprochen, was viele dachten und das muss man dann auch mal aushalten. Das ist Artikel fünf, Grundgesetz, Meinungsfreiheit (…)“ Er spann den Bogen zur FIFA: „Mir wäre lieber, wenn wir Gianni Infantino von den Ehrenlogen dieser Erde fernhalten könnten, als irgendwelche verdienten Spieler!“

Vorwurf 2: Falsche Personalauswahl

Die Auswahl des Personals das Mitglied ebenfalls scharf. Er bemängelte die Installation von Hasan Salihamidzic als Sportdirektor: „Er wusste damals nicht mal seine Tätigkeit zu beschreiben.“ Auch das Traineramt sieht er mit Niko Kovac falsch besetzt: „Herz sei wichtiger als Taktik. Das sehe ich auch in unserem Spiel. Ich frage mich, wie man so überzeugt von ihm sein kann und ihm einen Dreijahres-Vertrag geben kann.“

Vorwurf 3: Sponsoring aus Katar

Damit nicht genug: „Wir kritisieren Paris, aber nehmen das Sponsoring aus Katar gerne an.“ Abschließend sagt das Mitglied: „Ein weiser Mann sagte einst: ‚Der FC Bayern ist keine One-Man-Show‘. Herzlichen Dank.“ Es war Hoeneß, der dies bei einem Wutausbruch dem damaligen Trainer Louis van Gaal im Oktober 2010 vorwarf. Der Angesprochene sagte nur: „Hättest Du geschwiegen, wärst Du Philosoph geblieben. Da sind so viele Unwahrheiten drin. Ich lehne eine Diskussion auf diesem Niveau ab.“ Die Reaktionen darauf waren Rufe, Pfiffe und Unruhe. Hoeneß bestätigte danach, dass ihn die Atmosphäre mitgenommen habe.

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