Bundesliga

Bayern-Angebot und Rolle von Patrick Falk? So ist der Stand bei Luka Jovic

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Täglich gibt es neue Spekulationen rund um die Personalie Luka Jovic. Ob Experten oder Berater – der Serbe wird von vielen Seiten bereits mit Topklubs und konkreten Summen in Verbindung gebracht. Vor allem die Nachrichten, dass Spielerberater und Ex-Eintracht-Frankfurt-Profi Patrick Falk als Vermittler bei einem Wechsel zum FC Barcelona fungieren würde und der FC Bayern München am Samstag ein Angebot abgeben wolle, sind mit größter Skepsis zu betrachten.

Die Nachricht kam überraschend: Reporter Miguel Rico von der spanischen Mundo Deportivo berichtete, dass der FC Bayern München am Samstag ein Angebot über 50 Millionen Euro für Luka Jovic vorbereite und in den „nächsten Stunden“ abgeben wolle. Nach Informationen von fussball.news ist bei Eintracht Frankfurt aber (noch) nichts angekommen. Dies bestätigt sich mit den Aussagen von Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing, der am Donnerstag betonte, dass noch nichts auf dem Tisch liege. Zuletzt hatte Sport Bild bereits gemeldet, dass sich die Bemühungen der Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters in Grenzen halten. Trainer Niko Kovac würde seinen früheren Schützling gerne nach München holen, doch interne Beschlüsse dafür gab es auch am Samstag wohl noch keine.

Welche Rolle spielt Falk?

Dass der FC Barcelona Interesse an einer Verpflichtung von Jovic hat, lässt sich hingegen kaum noch abstreiten. Die Katalanen haben ihn vor Ort im Europa-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand (1:0) erneut beobachtet und sein tolles Tor zum Weiterkommen der Hessen gesehen. Aus dem sprichwörtlichen Nichts kam hingegen die Meldung von Bild, dass Spielerberater Patrick Falk den Transfer vorantreiben wolle. Der ehemalige Profi, der auch schon für die Eintracht kickte, hat durchaus einen guten Draht nach Barcelona vorzuweisen. Er tauchte zuletzt mit einer Jacke der Eintracht beim Traditionsklub auf und traf sich am Trainingsplatz mit dem früheren Barca-Spieler Ivan de la Pena und einer Delegation des Vereins. Allerdings: Aus Vereinskreisen ist zu vernehmen, dass Sportvorstand Fredi Bobic und der 39-Jährige in der Causa Jovic (bisher) keinerlei Kontakt hatten. Wie konkret Barcelona vorgeht, lässt sich hierbei schwer einschätzen. Üblicherweise werden die großen Deals – und Jovic gehört inzwischen in diese Kategorie – bei den Top-Klubs erst dann angegangen, wenn die Saison vorbei ist und somit finanziell besser kalkuliert werden kann. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die Hessen den Stürmer weiterhin nicht fest verpflichtet haben: Der 21-Jährige gehört noch Benfica Lissabon. Die Frankfurter lassen sich bislang noch Zeit bis zur endgültigen Verpflichtung des Stürmers, die rund sechs Millionen Euro betragen wird.

„Kein Kommentar“ von Falk

Generell stellt sich daher die Frage: Welchen Plan verfolgt Falk, der bereits im vergangenen Frühjahr bei der Trainersuche des Vereins Nähe signalisieren wollte und Slaven Bilic als sicheren Nachfolger von Niko Kovac benannte und damit falsch lag? Er ist Inhaber der Agentur FAS Sportmanagement GbR und betreut unter anderem Spieler aus der Hessenliga und junge Talente aus den Leistungszentren, die den Schritt in den Profibereich noch gehen wollen. Sollte Barcelona also ein Angebot für Jovic abgeben, würden zunächst Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und der Berater des Angreifers von der Agentur LIAN SPORTS zusammensitzen, um die Modalitäten zu klären. „Keinen Kommentar“ gab es von Falk gegenüber dem Onlinemagazin SGE4EVER.de zu einer angeblichen Vermittlertätigkeit. Der Fall Jovic – er wird die Hessen in den kommenden Wochen und Monaten mit großer Sicherheit noch sehr intensiv verfolgen.

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.