Bundesliga

Barkok kritisiert: „Es war vogelwild von uns!“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Nach wochenlanger Verletzungspause und behutsamen Aufbautraining durfte Aymen Barkok sein Debüt im Trikot von Fortuna Düsseldorf ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt feiern. Er kam zur Pause in die Partie – und erlebte die bittere 1:7-Klatsche somit aus nächster Nähe.

0:3 hieß es zur Pause und die Fortunen – sie waren zu diesem Zeitpunkt mit dem Ergebnis noch gut bedient. Die Eintracht erwischte vor 51.000 Zuschauern in der Arena einen Sahnetag. Und Düsseldorf? Sie warfen, obwohl heillos unterlegen, alles nach vorne. Trainer Friedhelm Funkel ermöglichte Aymen Barkok einen eigentlich besonderen Moment: Er durfte seine erste Partie im neuen Trikot bestreiten und das ausgerechnet gegen den Klub, der ihn verliehen hat. „Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt“, gab er nach Schlusspfiff mit traurigem Blick auf Nachfrage von fussball.news zu.

Barkok übt scharfe Kritik

So eine hohe Niederlage tue weh, wie der gebürtige Frankfurter zugab. „Es war vogelwild, jede Chance gegen uns war drin. Sie haben einfach einen guten Tag erwischt“, kritisierte er scharf. Sein 28. Bundesligaspiel – der 20-Jährige wird es nicht in allerbester Erinnerung behalten. Der Offensivmann bemängelte die zu forsche Einstellung der Mannschaft: „Nach einem 0:3-Halbzeitstand gehst du natürlich nicht ins Spiel rein, als würdest du noch gewinnen können.“

Eintracht kontert gnadenlos

Statt sich etwas kompakter aufzustellen und den Wirkungskreis der wie entfesselt auftretenden Eintracht-Offensive rund um Luka Jovic einzudämmen, spielten die Rheinländer mit. „Dann wurden wir das eine oder andere Mal ausgekontert“, erkannte Barkok. Er persönlich könne sich nicht erinnern, in seiner Karriere – auch als Jugendspieler – „schon mal sieben Tore kassiert zu haben.“

Rote Laterne für Düsseldorf

Die Fortuna rutschte, ohne das der Konkurrent VfB Stuttgart seine Partie bestritten hat, auf den letzten Rang ab. „Vielleicht müssen wir mal einen Mannschaftsabend organisieren, damit die Mannschaft noch mehr zusammenwächst“, suchte Barkok Lösungsmöglichkeiten. Das Team dürfe sich jetzt nicht selbst zerfleischen und die Schuld bei einzelnen Akteuren suchen: „Wir sind eine Mannschaft: Wir verlieren zusammen, wir gewinnen zusammen.“ Letzteres ist in dieser Spielzeit aber  erst einmal am dritten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim (2:1) geglückt. Schon zum frühen Zeitpunkt der Saison ist die Aufstiegseuphorie im Rheinland verflogen.

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