1. FC Kaiserslautern

Aufarbeitung der Krisenjahre: Keine Regressforderungen gegen ehemalige FCK-Führung

on

Eine interne Untersuchung des 1.FC Kaiserslautern hat festgestellt, dass die ehemalige Vereinsführung unter anderem unter U21-Bundestrainer Stefan Kuntz nicht mit Regressforderungen belangt werden kann. Moralisch fragwürdig sei ihr Verhalten allerdings zweifellos gewesen.

Diese Zusammenfassung des Untersuchungsberichts schreibt das Internetportal Der Betze brennt. Es sei nicht nachzuweisen, dass Mittel unlauter verwendet worden seien. Somit seien die Geschäftsgebaren im Untersuchungszeitraum der Jahre 2002 bis 2017 juristisch nicht zu belangen. Allerdings erhebt der Bericht dennoch schwere Vorwürfe gegen die ehemalige Vereinsführung. „Die Analyse zeigt, dass es mit der Wahrheit seitens der Vorstände und Aufsichtsräte in der jüngeren Vergangenheit dieses Vereins nicht gut bestellt war“, zitiert das Portal.

„Mitglieder nicht wahrheitsgetreu informiert“

„In fast allen untersuchten Fällen konnte festgestellt werden, dass die Mitglieder nicht wahrheitsgetreu informiert wurden.“ Die Untersuchung wurde federführend von Aufsichtsratsmitglied Jochen Grotepaß geleitet. Der 61-Jährige ist seit Dezember 2017 im Amt. Gegenstand der Analyse waren demnach der Pachtvertrag des Fritz-Walter-Stadions, die sogenannte Betze-Anleihe und auch einzelne Spielertransfers. Im Untersuchungszeitraum stiegen die Roten Teufel zweimal aus der Bundesliga ab und gerieten finanziell in eine immer stärkere Schieflage. Der Absturz in Liga 3 gilt als unmittelbare Folge. Dafür machen viele Beobachter Kuntz verantwortlich. Die Mitgliederversammlung verweigerte ihm im Jahr 2016, nachdem er sein Amt als Vorstandsvorsitzender bereits niedergelegt hatte, sogar die Entlastung.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.