2. Bundesliga

Aue will den Tabellenführer stürzen: „Der HSV weiß nicht, was ihn hier erwartet“

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Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt am heutigen Samstag Erzgebirge Aue den Hamburger SV. Es ist ein Duell der Gegensätze zwischen dem aktuellen Tabellen-13. und dem Klub aus der Weltstadt, der am Montagabend gegen den 1.FC Köln die Tabellenführung eroberte. Die Vorschau von fussball.news.

Auf den ersten Blick scheint die Partie in Sachsen eine Pflichtveranstaltung für den Bundesliga-Absteiger zu sein. Allerdings lohnt ein genauerer Blick. Die Veilchen sind gerade vor heimischem Publikum nicht zu unterschätzen. Zehn Punkte aus fünf Heimspielen sind eine starke Bilanz. Das bekam unter anderem der FC St. Pauli zu spüren, die Kiezkicker verloren mit 3:1. „Diesmal wollen wir dem anderen Hamburger Verein eins auswischen“, so Dennis Kempe vor der Partie. „Der HSV weiß nicht, was ihn hier erwartet!“

Aue will Schwächen des HSV aufdecken

Tatsächlich ist das Gastspiel in Aue für die meisten Akteure der Rothosen Neuland. Nur ein direktes Aufeinandertreffen im DFB-Pokal im Jahr 2000 steht zwischen den Vereinen zu Buche. Trainer Daniel Meyer wittert eine Chance. „Wir wollen die eine oder andere Schwäche aufdecken“, so der 39-Jährige. Dafür brauche es vor allem eine gute Balance im Spiel seiner Mannschaft, die sich zudem offensiv steigern müsse. In den vergangenen fünf Partien gelangen seiner Mannschaft nur vier Tore. Sicher sein kann sie sich über die Unterstützung der Anhänger. „Die Vorfreude im gesamten Umfeld ist groß, das Stadion ist seit einer Weile schon ausverkauft“, berichtet Meyer.

Veilchen ohne Stammkeeper Männel

Die Veilchen müssen allerdings ohne Stammkeeper Martin Männel auskommen. Eine Bänderdehnung aus der 0:1-Niederlage beim 1.FC Heidenheim zwingt ihn zur Pause. Dafür wird der erfahrene Daniel Haas zwischen die Pfosten rücken. Meyer muss auch in der Abwehrreihe davor umbauen: Fabian Kalig fehlt wegen einer Gelb-Rot-Sperre, für ihn dürfte Malcolm Cacutalua in die Mannschaft rücken. Beim HSV spricht viel dafür, dass Trainer Hannes Wolf der siegreichen Elf aus dem Köln-Spiel das Vertrauen schenkt. Offen wäre allenfalls, ob David Bates nach abgesessener Sperre für Leo Lacroix in die Innenverteidigung rückt.

Wolf: „Wir müssen voll dagegenhalten“

Für Wolf geht es in Sachsen um das Wahren seiner weißen Weste. In seinen drei Spielen auf der HSV-Bank haben die Rothosen drei Siege ohne Gegentor eingefahren. Der 37-Jährige warnt jedoch davor, angesichts des kleinen Namens des Gegners von einer leichten Aufgabe zu denken. „Die Spieler werden sehr engagiert, aggressiv und intensiv agieren“, prophezeit er einen giftigen Gegner. „Sie werden versuchen, uns aus ihrer Fünferkette heraus in Zweikämpfe zu verwickeln. Wir müssen voll dagegenhalten!“

„Es lohnt sich, alles zu geben“

Die Intensität des Gegners anzunehmen, darin liegt für Wolf der Schlüssel zum Erfolg in Aue. Er fordert von seiner Mannschaft auch vor dem Hintergrund der anschließenden Länderspielpause einen Kraftakt. „Die Mannschaft weiß, dass wir uns jetzt da oben festsetzen können und es sich lohnt, alles zu geben.“ Ein Sieg würde die Tabellenführung über die spielfreie Zeit hinaus garantieren. Und wäre doppelt wichtig, weil es mit Köln gegen Dresden, St. Pauli gegen Heidenheim und Union Berlin gegen Greuther Fürth gleich drei Duelle im Verfolgerfeld gibt. Anders als ein Großteil seiner Spieler kann Wolf derweil auf eigene Erfahrungen gegen die Veilchen zurückgreifen: Mit dem VfB Stuttgart gewann er auf dem Weg zum Aufstieg in der Saison 2016/17 auswärts mit 4:0, zuhause mit 3:0.

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