2. Bundesliga

Auch Zinnbauer übt Kritik an HSV-Trainer Titz

on

Ein oberflächlicher Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga suggeriert, beim Hamburger SV müsse die Welt weitgehend in Ordnung sein. Punktgleich mit Union Berlin stehen die Rothosen zwei Punkte hinter dem 1.FC Köln. Der direkte Wiederaufstieg bleibt ein realistisches Ziel. Doch die Kritik an Trainer Christian Titz reißt nicht ab. Auch Joe Zinnbauer äußert solche.

„Normalerweise müsste der HSV aufsteigen, aber das ist von außen leichter gesagt als getan“, so der 48-Jährige im Interview mit dem kicker. „Titz hat derzeit mit seinem eigens zusammengestellten Kader gar keine andere Wahl, als immer nur daran zu denken, wie er das nächste Spiel gewinnen kann und muss.“ In diesen Worten schwingt neben Kritik freilich auch Verständnis mit. Trainer bekommen, so Zinnbauer, grundsätzlich zu wenig Zeit. Beim HSV gilt das besonders. Der Oberpfälzer selbst hielt sich in der Saison 2014/15 nur 24 Spiele lang auf dem Schleudersitz des (ehemaligen) Bundesliga-Dinos.

Sportlich wie Magath nicht überzeugt

Er habe durchaus verstanden, dass die Klub-Chefs Titz das Vertrauen nach dem Abstieg schenkten, so Zinnbauer. Schließlich habe der Mannheimer im Saison-Endspurt eine gewisse Euphorie entfacht. „Was der HSV allerdings spielerisch auf dem Platz gezeigt hat bisher in der 2. Liga, da bin ich genauso wenig überzeugt wie Felix Magath auch.“ Die Klub-Legende hatte kürzlich heftige Kritik an Titz geübt. Zinnbauer nennt nicht nur die krachende 0:5-Niederlage vor heimischem Publikum gegen Jahn Regensburg als Negativerlebnis. Auch im Hamburger Derby gegen den FC St. Pauli habe der Klub zu wenig auf Sieg gespielt. Selbst bei einigen Erfolgen sei die Mannschaft nicht wie ein designierter Aufsteiger aufgetreten. Nach der Länderspielpause trifft das Titz-Team auf den VfL Bochum.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.