2. Bundesliga

Atmosphärische Störungen: Minge bei Dynamo vor dem Aus?

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Dynamo Dresden hat sportlich die Kurve gekriegt. Neu-Trainer Maik Walpurgis hat zwei seiner drei Spiele gewonnen, die Sachsen sind auf Tabellenplatz Acht geklettert. Hinter den Kulissen brodelt aber ein Konflikt, an dessen Ende sogar das Aus von Geschäftsführer Ralf Minge stehen könnte.

Wie die Bild-Zeitung und TAG24 übereinstimmend berichten, geht es vor allem um atmosphärische Störungen zwischen der Vereinslegende und Finanzchef Michael Born. Minge habe sich in einem nicht weiter definitierten, internen Konflikt zwischen Born und den Mitarbeitern des Klubs auf deren Seite gestellt. Präsident Andreas Ritter bestätigte gegenüber TAG24 eine gewisse „Disharmonie in Gremien im Verein“, sieht den Ursprung aber in einem Missverständnis. „Wir sollten alle die Emotionen runterfahren und den Aufsichtsrat seine Arbeit machen lassen. Der hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird die Sache anpacken“, forderte der 56-Jährige.

Fans klar auf Seite von Minge

Es gehe aber keineswegs darum, den Konflikt mit dem Abgang eines der Kontrahenten zu lösen. Die Fans von Dynamo haben sich so oder so bereits klar positioniert. Vor dem 4:1-Heimerfolg gegen Darmstadt 98 zeigten sie ein entsprechendes Banner: „Ralf Minge – unantastbar!“ war da zu lesen. Der langjährige Stürmer der Sachsen zeigte sich von der Bekundung zu seinen Gunsten überrascht. „Es hat mich schon sehr beschäftigt. Ich sehe in der nächsten Aufsichtsratssitzung enormen Klärungsbedarf“, kündigte er an. Minge hatte im Sommer nach monatelanger krankheitsbedingter Pause seine Arbeit wieder aufgenommen. Dresden trifft am heutigen Dienstag (18:30 Uhr) auswärts auf den VfL Bochum.

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