Bundesliga

Angst vor dem Karriereende: Hübner spricht über seine schwierigen Monate

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Für Benjamin Hübner hat sich durch einen Trainingsunfall bei der TSG Hoffenheim vor drei Monaten vieles verändert. Als „Systemabsturz“ bezeichnet der Innenverteidiger den Vorfall im kicker. Inzwischen ist er auf dem Weg zum Comeback – und blickt auf eine bewegende Zeit zurück.

„Ich bekam im Training einen Ball unglücklich ab. Es gab natürlich schon häufiger Kopfbälle, die wehtaten, dieser war aber wie ein Schlag auf den Kopf. Ich konnte auch noch weitertrainieren, aber dann ging es langsam los mit den Problemen“, sagte Benjamin Hübner. Plötzlich traten beim Abwehrmann der TSG Hoffenheim unerwartete Folgeerscheinungen auf: „Die Aktion führte zu einer Gehirnerschütterung und zusätzlich zu einer Funktionsstörung im Gleichgewichtsorgan im Innenohr, was die ständigen Schwindelgefühle erklärte. Zudem sind wir auch noch auf eine Sehschwäche gestoßen, die mir bislang unbekannt war.“ Diese hat er inzwischen mit Hilfe von Kontaktlinsen behoben.

Angst vor dem Karriereende

Dennoch hatte der 29-Jährige in diesem Moment sogar Angst vor dem Karriereende, wobei selbst dieses Szenario in den Hintergrund gerückt sei: „Irgendwann wurde mir klar, dass ich mich von Terminen total lösen muss. Es ging nur noch darum, erst mal überhaupt wieder komplett gesund zu werden.“ Hübner wählte einen technischen Vergleich, um die Verletzung zu veranschaulichen: „Ich hatte an diesem Tag quasi einen Systemabsturz – ich glaube, so kann man es am besten beschreiben. Wie bei einem Computer. Da dauert es auch eine Weile, bis alle Systeme wieder hochfahren.“

Geduld als neues Stichwort

Vor allem die Ungewissheit zehrte an den Nerven des Innenverteidigers, es fehlten konkrete Anhaltspunkte, eine exakte Diagnose: „Das war das Schwierigste daran. Bei einer normalen Verletzung gibt es eine Diagnose, ein Röntgenbild von einem Bruch etwa, dann weißt du, woran du bist. Das war bei mir nicht der Fall. Es gab nur einige Ansätze, mit denen ich arbeiten konnte. Aber auch davon habe ich mich irgendwann gelöst, dass das Ganze einen Namen haben muss.“ Die Leidenszeit hat allerdings ein Ende gefunden, inzwischen arbeitet Hübner auf seine Rückkehr auf das Fußballfeld hin.

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