1. FC Union Berlin

Anderssons Beweglichkeit, Polters Präsenz und Ujahs Gespür: Fischer hat im Sturm die große Auswahl

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Union Berlin hat am Samstag beim FC Augsburg historische Marken erreicht. Das erste Bundesliga-Tor bedeutete auch den ersten Bundesliga-Punkt für den Neuling im Oberhaus. Den Treffer zum 1:1 bestellte ein von Urs Fischer eingewechseltes Duo in Koproduktion. 

Der Schweizer Chefcoach hatte in der 71. Minute Sebastian Andersson und Sebastian Polter für Anthony Ujah und Marcus Ingvartsen gebracht. Die beiden Aufstiegshelden brauchten neun Minuten, um den verdienten Ausgleich zu erzielen. Dabei zeigte sich Polter für einen Mittelstürmer ungewöhnlich selbstlos, legte für seinen Partner quer, der nur noch einschieben musste. „Du verlangst von deinen Jungs immer, dass sie eine gewisse Verantwortung übernehmen, das heißt, sie müssen auch mal egoistisch sein, um aufs Tor zu schießen“, zitiert die Berliner Morgenpost Fischer. „Aber natürlich sollte der besser postierte Mann nicht übersehen werden.“

Ujah kombiniert die Profile

Der Übungsleiter ist in einer für Aufsteiger nicht alltäglichen Position, drei echte Mittelstürmer mit realistischen Stammplatzambitionen im Kader zu haben. Dabei streiten sie sich nicht zwingend um nur einen Posten. Fischer setzt durchaus gerne auf zwei Angreifer in der Startelf. Er hält die Anwärter auch für entsprechend kompatibel. „Andersson ein sehr robuster Spieler, der sehr viel unterwegs ist“, sagt er etwa. Polter attestiert er „eine enorme Präsenz in der Box“. Ujah verbinde sowohl Beweglichkeit, als auch Präsenz. „Er hat ein Gespür, wohin der Ball kommen könnte.“ Außerdem ist er der routinierteste der Mittelstürmer im Aufgebot von Union Berlin.

Köln macht es Union gegen Dortmund vor

Nachdem Andersson und Polter aber für den historischen ersten Punkt sorgten, könnte ihr Startelf-Einsatz gegen Borussia Dortmund Sinn machen. Zwar gehen die Köpenicker am Samstagabend als krasser Außenseiter in die Partie gegen den aktuellen Tabellenführer. Doch hat Mitaufsteiger 1.FC Köln am Freitag erst über 60 Minuten vorgemacht, wie mit zwei hart für das Team arbeitenden Stürmern auch der Titelkandidat vor arge Probleme zu stellen ist. In der vergangenen Saison gelang dies auch der Fischer-Elf im DFB-Pokal. Bei der Niederlage in letzter Sekunde begann allerdings mit Andersson nur ein Angreifer. Polter ersetzte ihn nach 61 Minuten. Und erzielte prompt einen Doppelpack, der von der Sensation träumen ließ.

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