Borussia Dortmund

Alcacer-Transfer: Schnäppchen mit Mini-Risiko für den BVB

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Borussia Dortmund hat am heutigen Freitag Nägel mit Köpfen gemacht und die feste Verpflichtung von Paco Alcacer bis 2023 bekannt gegeben. Der Angreifer kostet den Klub dem Vernehmen nach 21 Millionen Euro. Angesichts seiner bisherigen Leistungen ist das ein starker Deal. Der birgt nur ein kleines Risiko.

Neun Tore in 400 Minuten, so die herausragende Bilanz des 25-Jährigen. Zuletzt entschied er vor der Länderspielpause den Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern zugunsten der Schwarzgelben. Für 21 Millionen Euro, die durch diverse Bonuszahlungen noch ansteigen können, ist ein so treffsicherer Spieler nur selten auf dem Markt. Und dann für einen Verein wie den BVB kaum zu erreichen. Insofern ist der heutige Tag für den Verein unumwunden als positiv zu bezeichnen. Allerdings ist es nicht ohne jedes Risiko, bereits im November eine Option zu ziehen, für die die Verantwortlichen bis weit ins Jahr 2019 hinein Zeit gehabt hätten.

Weniger als ein Drittel aller Minuten

Denn die Torquote von Alcacer ist vor allem deshalb so gut, weil er bisher nur selten auf dem Platz stand. Seit seiner Ankunft im Ruhrgebiet im August hat der Nationalspieler nicht einmal ein Drittel aller möglichen Minuten absolviert. Für den Klub ist es durchaus ein kleines Wagnis, darauf zu setzen, dass Alcacer in den nächsten fünf Jahren dauerhaft seine Leistung abrufen kann. Dabei war es bisher keine schwere Verletzung, sondern mehrere Kleinigkeiten und ein genereller Mangel an Spielfitness, die den Spanier behinderten. Dass ein 25-Jähriger dennoch mehrere Monate braucht, um für den hektischen Spielplan mit regelmäßigen englischen Wochen bereit zu sein, mutet recht ungewöhnlich an.

Alcacer kann noch besser werden

Freilich werden sie dies beim BVB ins Kalkül gezogen haben. Auch, dass Alcacer zuletzt bisweilen wie ein Fremdkörper in der Mannschaft wirkte. Etwa bei seinen einzigen beiden torlosen Auftritten gegen den VfL Wolfsburg und Atletico Madrid in der Champions League. Die Chefs sind dennoch überzeugt und haben dazu allen Anlass. Der Stürmer hat schließlich Torrekorde aufgestellt, bevor er seine Teamkollegen und die Philosophie von Trainer Lucien Favre richtig kennenlernen konnte. Die Dortmunder setzen darauf, dass Alcacer über die Laufzeit seines permanenten Aufenthalts beim Tabellenführer noch besser wird. Und aus den 21 Millionen Euro ein noch größeres Schnäppchen wird.

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