Borussia Dortmund

Akanji-Ausfall trifft den BVB hart

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Borussia Dortmund hat am Mittwoch die Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart aufgenommen. Die Vorzeichen für das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem -letzten scheinen klar. Doch die Schwarzgelben müssen mit dem Ausfall von Manuel Akanji einen Wirkungstreffer einstecken.

Drei Wochen soll der Schweizer der Borussia wegen einer Belastungsreaktion der Hüfte fehlen, ließ der Klub wissen. Der 23-Jährige wird dem BVB somit in einigen wichtigen Partien fehlen. Trainer Lucien Favre muss unter anderem wohl in beiden Spielen gegen Atletico Madrid in der Champions League und der Bundesliga-Begegnung gegen Hertha BSC ohne seinen in dieser Saison stabilsten Innenverteidiger planen. Bleibt es bei den drei Wochen, wäre er gerade rechtzeitig für das Spitzenspiel gegen den FC Bayern wieder verfügbar. Wahrscheinlicher scheint jedoch, dass er erst nach der letzten Länderspielpause der Hinrunde Ende November ins Geschehen eingreifen kann.

In kurzer Zeit zum Abwehrchef

Die Bedeutung von Akanji für das Dortmunder Spiel zeigt schon die Tatsache, dass er neben Torhüter und Landsmann Roman Bürki als einziger Akteur jede Minute auf dem Feld war. Seit seinem Transfer vom FC Basel im Januar hat der Nationalspieler eine hervorragende Entwicklung genommen. Im Umfeld der Schwarzgelben ist nur gutes über den Innenverteidiger zu hören. Nicht nur über seine fußballerischen Qualitäten, sondern auch seinen Charakter. Er hat sich binnen kurzer Zeit zu einer Art Abwehrchef gemacht. Aus sportlicher Sicht wird dem BVB ein resoluter Verteidiger mit gutem Passspiel und herausragender Athletik fehlen.

Wie plant Favre?

Wie Favre den Ausfall kompensieren wird, bleibt abzuwarten. Die einfachste Lösung wäre, Ömer Toprak auf die üblicherweise von Akanji besetzte Position zu stellen. Der 29-Jährige ist allerdings selbst erst vor wenigen Tagen von einer langwierigen Muskelverletzung zurückgekehrt und wohl kaum schon bei 100 Prozent. Deshalb könnte die Lösung sein, Abdou Diallo von seiner Aushilfsrolle hinten links wieder in die Mitte zu beordern. Da allerdings auch Ex-Kapitän Marcel Schmelzer zunächst noch mit Knieproblemen ausfällt, würde sich die Problematik mehr verschieben als lösen. Wahrscheinlich wäre dann, dass Achraf Hakimi die Seite wechselt. Der Rechtsverteidiger spielt für die Nationalmannschaft Marokkos häufig links. Unter anderem kam er bei der WM in Russland in allen drei Spielen der Nordafrikaner auf der „falschen“ Seite zum Einsatz.

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