Bundesliga

Adler nimmt Neuer in Schutz

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Manuel Neuer hat ein alles in allem unbefriedigend verlaufendes Jahr 2018 erlebt. Ausgerechnet Rene Adler, der 2010 selbst verletzungsbedingt seinen damaligen Stammplatz in der Nationalmannschaft an den Schlussmann des FC Bayern München abgeben musste, stellt sich jetzt hinter ihn.

Für Manuel Neuer, so Rene Adler im kicker, sei das jetzt eine „neue Erfahrung“. Die lange Zeit über allen schwebende Nummer 1 des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft galt als unantastbar, Kritik kam nur ganz selten auf. „Er hatte zuvor noch nicht mit einer so schweren und langwierigen Verletzung zu kämpfen“, mahnte Adler. Neuer habe sofort funktionieren müssen, im Testspiel vor der Weltmeisterschaft gegen Österreich (1:2) durfte er nach seinem dritten Mittelfußbruch nicht wackeln „sonst wäre eine Diskussion um ihn entbrannt“.

Das Problem der Torhüter

Statt in Ruhe Vertrauen in den Körper zurückzugewinnen, musste alles sofort klappen. Das Problem: in der Mannschaft taten sich Gräben auf, auch beim FC Bayern lief es anschließend nicht reibungslos. Zwischenzeitlich war beinahe jeder Schuss ein Treffer. Neuer konnte gar nicht zu seinem Spiel zurückfinden, schließlich kann er im Gegensatz zu Feldspielern nur „reagieren, aber kaum agieren“.

Adler weiter von Neuer überzeugt

Wenn ihm dann in der Vergangenheit mal Fehler unterliefen, wurden diese selten diskutiert, weil die Münchener und das DFB-Team so erfolgreich waren. „Dass aktuell über ihn diskutiert wird, zeigt nur, wie exorbitant hoch die Messlatte bei ihm liegt“, sagte Adler und zeigte sich überzeugt: „Sobald es beim FC Bayern wieder besser beziehungsweise normal läuft, und danach sieht es aus, wird Manu schnell wieder auf das Niveau zurückkommen, dass er einst hatte. Und dann dürfte er bald wieder ein Spiel allein entscheiden, dann an Klasse hat er keineswegs eingebüßt.“

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