2. Bundesliga

Aaron Hunt spaltet die Fans: Was für und gegen den HSV-Kapitän spricht

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Seit seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zum Hamburger SV vor vier Jahren scheiden sich an ihm die Geister. Für die einen ist Aaron Hunt der beste Fußballer des Kaders und mit seiner Qualität und Erfahrung unverzichtbar, der andere Teil hält ihn für einen Problemfall, der das Spiel eher „verschleppt“ und langsamer macht.

Beim 1:1 des Hamburger SV beim SV Sandhausen nahm Trainer Dieter Hecking seinen Mittelfeldspieler Aaron Hunt nach einer Stunde vom Platz, die Kraft reicht noch nicht für 90 Minuten. Über die Saison gesehen ist das ohnehin selten der Fall, da der 33-Jährige immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wird.

Hecking baut auf den Kapitän

Wenn er dann fit ist, gehört er fast immer umgehend zur Stammelf. Zurecht meinen einige, die sich auf Statistiken wie eine hohe Passquote und die meisten wichtigen Pässe beziehen. Andererseits wird gegen ihn argumentiert, weil er immer seltener wichtige Leistungen zeigt und seine Hereinnahme nach Ausfällen zu Verschiebungen in der Startformation führt. Das belegt, welch hohen fußballerischen Stellenwert er unter Hecking genießt. Ein Spieler wie Hunt in guter Form kann in einer Mannschaft wie dem HSV den Unterschied ausmachen. Die Frage wird eher lauten, ob ein Festhalten an Hunt über die gesamte Saison durchzuziehen ist oder eher andere Spieler den Vorzug erhalten sollten. Hecking will sicher die ohnehin schon flache Hierarchie in der Mannschaft nicht zusätzlich verstärken, wenn Hunt seine Art von „Sonderstatus“ verlieren würde.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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