Bundesliga

96-Aufsichtsrat Ralf Nestler: „Die Lizenz von Hannover 96 ist in akuter Gefahr“

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Aus Hannover berichtet fussball.news-Reporter Tobias Krause

Im fussball.news-Exklusivinterview äußern sich 96-Aufsichtsrat Ralf Nestler und Robin Krakau von der IG Pro Verein 1896. Dabei geht es um den Wunsch einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V., die Möglichkeit der Wahrnehmung einer Kontrollfunktion als Aufsichtsrat und Gründe, warum die Bundesligalizenz in Hannover akut gefährdet sein könnte.

fussball.news: Die IG ProVerein 1896 plant die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Stammverein von Hannover 96. Was sind Ihre Beweggründe dafür?

Robin Krakau: Wir streben einen kompletten Neuanfang an. Der Verein ist derzeit komplett zerstritten und eine Besserung ist nicht in Sicht. Aufsichtsrat und Vorstand wurden auf der letzten Mitgliederversammlung nicht entlastet. Daraus wurden keine Konsequenzen gezogen.

fussball.news: Ist die Nichtentlastung mehr als ein symbolischer Fingerzeig?

Ralf Nestler: Juristisch bedeutet das, der Verein behält sich die Geltendmachung eventueller Schadensersatzansprüche vor beziehungsweise will auf diese nicht verzichten.
Aber: Dem Aufsichtsrat und dem Vorstand wurden seitens der Mitglieder das Vertrauen entzogen. Dem vorausgegangen war ein Vorstandsbeschluss, 51 Prozent der Hannover 96 Management GmbH (nur durch das Halten von 100 Prozent ist in Hannover die Einhaltung der 50+1-Regel sichergestellt, Anm. d. Red.) an die Person Martin Kind zu veräußern. Als Kaufpreis wurde der Nominalwert der Anteile (12.750 EUR, Anm. d. Red.) vereinbart. Es gibt Gutachten, die belegen, dass die Anteile allerdings einen zweistelligen Millionenbetrag wert sind. Anstatt das zu hinterfragen, wurde der Verkauf beschlossen. Deswegen, aber auch wegen der Nichtumsetzung eines mit großer Mehrheit angenommenen Beschlusses auf der Mitgliederversammlung 2017, den der Vorstand nur als Empfehlung ansah, haben die Mitglieder entschieden, die Gremien nicht zu entlasten.

fussball.news: Welche Konsequenzen hätten gezogen werden sollen?

Ralf Nestler: Wenn einem derart das Vertrauen entzogen wird, muss man zwar nicht zwangsläufig zurücktreten, meine persönliche Meinung ist aber, dass das angebracht gewesen wäre. Anstatt die Mitglieder zu einen, fand auf der Mitgliederversammlung 2018 genau das Gegenteil statt. Bei allem Einsatz für die Sache müssen die Mitglieder und deren Sorgen ernst genommen werden.

fussball.news: Sie persönlich sind auch nicht zurückgetreten. Warum nicht?

Ralf Nestler: Natürlich haben Herr Kramer und ich auch darüber nachgedacht. Wir wurden aber einerseits von vielen Mitgliedern gebeten, uns weiterhin für die Interessen des Vereins und seiner Mitglieder einzusetzen. Zum anderen weil wir beide uns ja gerade dafür eingesetzt hatten, dass der 51-prozentige Anteil nicht für lediglich 12.750 Euro an den Vereinsvorsitzenden ohne weitere gutachterliche Prüfung veräußert wird, wenn mittlerweile zwei Gutachten bestätigen, dass diese mindestens zehn Millionen Euro wert sind.
Mir ist unerklärlich, wie man ohne Gutachten als Gremienmitglied eines Vereins über Vereinsvermögen befinden kann, zumal die Diskrepanz ja ein hoher Millionenbetrag ist. Jeder möge sich persönlich fragen, wie man in dem Moment entschieden hätte. Nach der Mitgliederversammlung 2017 wurde mein mit 75 Prozent, also überwältigender Mehrheit der Mitglieder, angenommener Antrag zur sorgfältigen Prüfung unter Einbeziehung und Abstimmung seitens der Mitglieder nicht umgesetzt. Wäre dies der Fall gewesen, hätte ich mir eine Nichtentlastung nicht vorstellen können. Wie die Ablehnung des Antrags auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel für Martin Kind bei der DFL zeigt, lag ich auch mit meiner Einschätzung einer nicht ausreichenden Förderung im Sinne der Regularien der DFL richtig.

Video: So besiegte Hannover 96 den VfB Stuttgart:

fussball.news: Wie würden Sie grundsätzlich das Zusammenarbeiten im Aufsichtsrat beschreiben?

Ralf Nestler: Zu dieser Frage habe ich mich bereits auf der Mitgliederversammlung 2018 geäußert. Dem möchte ich öffentlich nichts hinzufügen.
Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass wir alle ein Ehrenamt ausüben und in der Verantwortung gegenüber den Mitgliedern stehen und stets das Wohl des Vereins im Blick haben sollten. Es muss immer um die Sache gehen, idealerweise fair und professionell.

fussball.news: Bekommen Sie denn uneingeschränkt Einblick in alle Vorgänge – zum Beispiel den Ausnahmeantrag bei der DFL?

Ralf Nestler: Auch diesbezüglich habe ich mich dort geäußert, wo es hingehört: auf der Mitgliederversammlung. Was den Ausnahmeantrag anbelangt, kenne ich die Begründung bis heute nicht. Ich würde mir wünschen, dass im Rahmen eines Neuanfangs, sich vieles grundlegend ändert und der Aufsichtsrat, als gewähltes Kontroll- und Unterstützungsorgan des Vorstands, ernster genommen wird. Unsere Satzung ist in vielerlei Hinsicht noch unzureichend beziehungsweise auch unpräzise.

fussball.news: Auch öffentlich wurden Sie schon hart angegangen. Was macht das mit Ihnen? Bereuen Sie, dass Sie für den Aufsichtsrat kandidiert haben?

Ralf Nestler: Nein, gar nicht. Wer bei Hannover 96 für ein Amt kandidiert, der weiß, worauf er sich gegebenenfalls einlässt. Ich halte das aus und ziehe meine Motivation daraus, zum Wohle des Vereins zu handeln. Ich bin stolz darauf, dazu beizutragen, wenn dem Verein sich massiv steigernde Vermögenswerte erhalten bleiben. Daher ist der Erhalt von 50+1 in Hannover auch so wichtig.

fussball.news: Warum möchte Pro Verein 1896 die Abwahl von nur drei der fünf Aufsichtsräten erreichen?

Robin Krakau: Sebastian Kramer und Ralf Nestler waren und sind von uns unterstützte Kandidaten. Mit deren Arbeit sind wir voll und ganz zufrieden. Mit Dr. Veronika von Lintel, Valentin Schmidt und Michael Beck ist für uns ein Neuanfang allerdings nicht möglich.

fussball.news: Gibt es denn schon Nominierungen für die etwaige Neubesetzung der drei Aufsichtsratsposten?

Robin Krakau: Zu Kandidaten möchten wir uns noch nicht äußern. Da bitte ich um Verständnis. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Öffentlichkeit direkt auf die Kandidaten stürzen würde.

fussball.news: Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, müssen fünf Prozent der Mitglieder (das sind etwa 1.000 Unterschriften, Anm. d. Red.) den Antrag unterstützen. Sie haben jetzt schon mehrere Unterschriftenaktionen gestartet. Wie ist der aktuelle Stand?

Robin Krakau: Die Resonanz ist überwältigend und zeigt deutlich, dass eine große Zahl von Vereinsmitgliedern unser Anliegen teilt. Wir sind bisher sehr zufrieden und sehen uns auf der Zielgeraden.

fussball.news: Bekommen Sie auch Unterstützung vom Verein? Haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, die Mitglieder direkt anzuschreiben?

Robin Krakau: Der Vorstand verwehrt uns den Einblick in die Mitgliederliste. Als Begründung wurde angeführt, es gebe dafür keine Rechtsgrundlage, auch hätten Mitglieder widersprochen. Von daher erhalten wir keinerlei Unterstützung.

fussball.news: Herr Nestler, Sie sind Rechtsanwalt – ist dieses Vorgehen des Klubs ihres Erachtens nach überhaupt zulässig?

Ralf Nestler: Nein! Mich hat hierüber der Vorstand nicht informiert. Ich bin ehrlich gesagt entsetzt, aber nicht verwundert, denn der Schutz der Minderheitenrechte im Verein ist nicht nur ein grundlegendes demokratisches Prinzip, sondern auch in unserer Vereinssatzung ausdrücklich geregelt. Die Verpflichtung zur Herausgabe besteht natürlich nach der geltenden Gesetzes- und Rechtsprechungslage. Es gibt zahlreiche juristische Entscheidungen, zum Beispiel vom Oberlandesgericht Hamm und vom Oberlandesgericht München, die in vergleichbaren Fällen die Verpflichtung zur Herausgabe der Mitgliederliste bestätigt haben. Außerdem ist im Bürgerlichen Gesetzbuch der Minderheitenschutz festgeschrieben. Wie soll eine Minderheit sonst überhaupt eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen können, ohne zu wissen, wer Mitglied ist? Auch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung untersagt dies absolut nicht. Ein Widerspruch seitens eines anderen Mitglieds gegen die Herausgabe ändert nichts an der Pflicht des Vorstandes, weil der Minderheitenschutz in der Satzung des Vereins festgeschrieben ist. Jeder, der einem Verein beitritt, muss damit rechnen, dass dieses hohe Gut der Demokratie zum Tragen kommen kann – und darf es selbstverständlich auch selbst in Anspruch nehmen!

fussball.news: Denken Sie, dass der Verein hier aus Angst handelt?

Ralf Nestler: Für mich ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn man Minderheiten – hier drei Mitgliedern – ihr Recht verweigert. Wir müssen alles dafür tun, damit unser Verein nicht immer wieder mit undemokratischen Verhaltensweisen in die Schlagzeilen gelangt. Zuletzt gab es dazu mehrere Gerichtsentscheidungen gegen den Vereinsvorstand, wie ich den öffentlichen Berichterstattungen entnehme.

fussball.news: Hannover 96 hat die nächste ordentliche Mitgliederversammlung für Ende März auf ein Wochenende datiert und den Termin auch schon veröffentlicht. Hat das eine Auswirkung auf Ihre Pläne?

Robin Krakau: Nein, unsere Pläne bleiben davon unberührt. Unser Anliegen, die Abwahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern, bleibt ja bestehen. Wir machen weiter wie bisher.

fussball.news: Wenn ein Mitglied bisher noch nicht unterschrieben hat, das jetzt aber nachholen möchte, welche Möglichkeit besteht dazu?

Robin Krakau: Auf unserer Seite stehen die Anträge zum Download (Link zum Antrag) bereit. Die Anträge müssen im Original an die angegebenen Adressen geschickt werden.

fussball.news: Der Tagesspiegel hat berichtet, dass es zu Lizenzproblemen bei Hannover 96 kommen kann. Was steckt dahinter?

Robin Krakau: Das deckt sich mit unseren Rechercheergebnissen. Der e.V. muss die Geschäfte der Profispielbetriebsgesellschaft uneingeschränkt bestimmen können. So geht es aus der Satzung der DFL hervor. Hier wurde im September eine Umgehung geschaffen. Der Gesellschaftsvertrag der KGaA wurde dahingehend verändert, dass die Rechte der Management GmbH und damit des Vereins massiv beschnitten werden. Sämtliche Entscheidungen bedürfen von nun an der Zustimmung des Aufsichtsrats der KGaA, deren Vorsitz Gerhard Schröder innehat. Darunter fallen auch Entscheidungen hinsichtlich von Spielertransfers. Außerdem wurde schon 2016 den zwei vom Verein entsandten Vertretern im achtköpfigen Aufsichtsrat der KGaA das Stimmrecht entzogen. Der Vertrag vom 7. September 2018 wurde am 28. September 2018 im Handelsregister am Amtsgericht Hannover bekannt gemacht. Somit treffen jetzt nur noch die Geldgeber sämtliche Entscheidungen.

fussball.news: Ist deswegen wirklich die Lizenz in Gefahr?

Ralf Nestler: So beurteile ich das, weil es so in §10 der Lizenzordnung steht. Dort steht auch die Verpflichtung, Änderungen von Satzungen der DFL unverzüglich mitzuteilen. Regeln sind nun einmal einzuhalten und nicht zu umgehen. Wenn der Mutterverein nicht mehr uneingeschränkt, die Betonung liegt auf uneingeschränkt, das Bestimmungsrecht ausüben kann, liegt ein Verstoß gegen die 50+1-Regel und damit gegen die Satzungen von DFB, DFL und NFV, zugleich auch ein Lizenzverstoß bei der DFL vor. Die Regularien sanktionieren das in der Lizenzordnung. Als eine schwerwiegende Verfehlung droht der Lizenzentzug.

Der DFL wird gar nichts anderes übrig bleiben als zu handeln, zumal erst letztes Jahr bekannt wurde, das die DFL über ein Gutachten verfügt, das schon vor circa zehn Jahren eine Lizenzproblematik bei Hannover 96 erkannt haben will. Wäre ich Mitwettbewerber, dann würde ich doch gegebenenfalls als 16. oder 17. die Relegation oder den Abstieg noch verhindern können, wenn ein anderer Club eine Lizenzverfehlung begangen hat und an meiner Stelle zwangsabsteigen würde. Also wird eine Sanktionierung auch von dieser Seite verlangt werden. Dazu wäre ein Clubvorstand doch verpflichtet.

Ich erinnere auch an das Beispiel 1860 München. Die Gefahr ist reell. Als Mitglieder müssen wir jetzt handeln und zusammenstehen und uns für das uneingeschränkte Bestimmungsrecht des Muttervereins, dass heißt die 50 +1-Regel, und damit für den Erhalt des Bundesligafußballs einsetzen, den wir alle wollen. Nur das sichert ganz praktisch auch die Beitragseinnahmen und die weitere Entwicklung und Professionalisierung der Abteilungen im Verein. Fahrlässig wäre es, wenn diese Änderungen aber auch nur ein neuerliches 50+1-Verfahren provozieren sollen, denn aktuell prüft das Schiedsgericht nicht die 50+1-Regel, sondern hauptsächlich die Auslegung der Frage der erheblichen Förderung, welche 35 DFL-Clubs 2014, mit der Stimme von Hannover 96, beschlossen haben. Danach müsste innerhalb von 20 Jahren eine in der Regel gleichmäßige Förderung in Höhe des eigenen Club-Hauptsponsors vorliegen. Herr Kind wird ahnen, dass er vor dem Schiedsgericht nicht obsiegen dürfte.

fussball.news: Vielen Dank für das Gespräch.

Anmerkung der Redaktion: Hannover 96 wollte sich auf fussball.news-Anfrage nicht zu der Änderung im Gesellschaftervertrag äußern. Die DFL hat am Dienstag bestätigt, dem Sachverhalt zu verfolgen und mit dem Bundesligsten im Austausch zu sein.

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6 Comments

  1. Jürgen

    10.10.2018 at 11:12

    Ein doch sehr einseitiges bei dem sehr durchschaubar ist das es KMW Propaganda ist! Also nicht das ich unbedingt für ihn wäre….. aber solange die Opposition nur immer dagegen ist, und keine Personalien für den Neuanfang in den Ring wirft!

  2. Lister

    10.10.2018 at 19:41

    Lieber Jürgen,

    erstens ist die Oppotisition keineswegs immer nur dagegen. Sie ist für den Erhalt von 50+1, für das Respektieren von Rechten der Vereinsmitglieder, für den Austausch zwischen Verein und Anhängern, für die angemessene Teilhabe des Vereins an den Erlösen durch die Markenrechte, für einen fairen Umgang von Vorstand und Aufsichtsrat … So kann man es nämlich auch sehen.

    Zweitens hat Robin Krakau ja erklärt, weshalb noch keine Namen für den Neuanfang genannt werden. Und die Vergangenheit hat gezeigt, daß die Opposition damit leider gut beraten ist. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, daß seinerzeit der Name Martin Kind vor der Absetzung Utz Claassens schon in der Öffentlichkeit gefallen ist. Hätten Sie Claassen deshalb lieber weiterhin gehabt?

  3. Jürgen

    11.10.2018 at 15:20

    Sorry…. aber gerade im letzten Absatz wiedersprechen sie sich! Wenn man den 96ern eine Alternative anbieten würde, wäre es für Kind nicht so leicht! So hindert die Angst vor Anarchie und Machtvakuum einen evtl. Wechsel.

    Aber so spielen die Rechtsverdreher beider Seiten ein undurchsichtiges Spiel! Bei dem zum Schluss die Roten verlieren werden und zwei Kanzleien gut verdienen.

  4. Lister

    12.10.2018 at 14:15

    Lieber Jürgen,

    inwiefern widerspreche ich mich? Und inwiefern spielen die Rechtsverdreher ein undurchsichtiges Spiel? Seitens der Opposition ist das Ziel klar formuliert: vorzeitige Neuwahl von Vorstand und Aufsichtsrat, stoppen des Ausnahmeantrags, Rückkehr zu 50+1-gemäßen Strukturen, Untersuchung der Verkäufe des Vereins an die Privatgesellschaften und eventuelle Haftbarmachung der Verantwortlichen. So habe ich das jedenfalls verstanden.

    Kind und seine Kollegen arbeiten dagegen oft im Verborgenen. Da werden einfach so Anteile verkauft, Statuten geändert, Rückkäufe von Rechten auf einmal ausgeschlossen, Anträge auf Ausnahme der 50+1-Regel gestellt und noch nicht mal dem Aufsichtsrat die Zahlen vorgelegt.

    Ich kann Ihr Argument verstehen, daß manche Mitglieder ohne konkrete Kandidaten möglicherweise ein Machtvakuum fürchten. Aber meiner Meinung nach ist es trotzdem besser, die Kandidaten zu schützen, statt sie schon vorher den Angriffen des derzeitigen Vorstands auszusetzen. Es ist ja ein Kampf mit ungleichen Waffen. Erinnern wir uns an die vergangene Versammlung: Da hat der Vorstand vorher an die Mitglieder seine Sicht zu kritischen Anträgen verschickt. Den Antragstellern wurde diese Möglichkeit verwehrt. In der Lokalpresse kommt zu 96 Prozent auch nur die Kind-Fraktion zu Wort, und das wird meist unkritisch stehengelassen. Stellen Sie sich vor, die Kritiker nennen ihre Kandidaten, dann könnte Kind über seine Kanäle viel leichter gegen diese und deren Positionen trommeln.

    Die Mitglieder, die Machtvakuum und Anarchie fürchten (zu unrecht, wie ich finde), sollten sich die Frage stellen, ob sie wegen dieser Angst lieber eine Vereinsführung haben wollen, die anscheinend vor allem zu ihrem eigenen Vorteil arbeiten und den Club um sein Kapital bringen.

  5. Jürgen

    12.10.2018 at 18:38

    Ich bleibe dabei! Nennen sie Ross und Reiter und es wird Änderungen geben!

    Stellen sie sich mal vor sie gehen als Partei (z.B. CDU) in den Wahlkampf, sagen ok unsere Angie ist nichts mehr. Wir benennen nach der Wahl jemand anders, sagen aber jetztnoch nicht wen! Bitte wählen sie uns…..

    Aber lassen wir es….. sie werden es schon schaffen zusammen (Kind und die Opposition, meiner Meinung auch eine Gruppe Lobbyisten die sich hinter den so romantischen Fußball versteckt) das Ding endgültig in den Brunnen zu schubsen.

    Sie brauchen auch nicht mehr antworten.
    Schöne Wochenende noch

  6. Lister

    13.10.2018 at 12:46

    Ach, Jürgen, so kann man einer Diskussion natürlich auch ausweichen. Sie gehen leider überhaupt nicht auf meine Nachfragen und Argumente ein, sondern wiederholen immer nur Ihren Standpunkt.

    Wo Sie schon die Politik als Beispiel anführen: Manchmal reichen unerträgliche Zustände schon aus als Argument für eine Veränderung aus, in undemokratischen Staaten zum Beispiel. 1989 haben DDR-Bürger gegen die Regierung rebelliert, noch bevor die Opposition Kandidaten benannte hatte. Das wäre ja auch viel zu gefährlich gewesen. Nun ist Kind nicht Honecker, aber ähnlich verbohrt ist er auch. Und die Methoden bei 96 entsprachen in den vergangenen Jahren ebenfalls nicht gerade demokratischen Grundsätzen, wie das Amtsgericht der Vereinsführung gerade zweimal bescheinigt hat. Das allein müßte also genügen, um die Vereinsspitze abzuwählen.

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