1. FC Kaiserslautern

54er-Weltmeister Eckel: „Kaiserslautern ist immer noch mein Verein“

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Der 1.FC Kaiserslautern hat dank zweier Siege gegen Eintracht Braunschweig und die Sportfreunde Lotte in der 3. Liga den Sprung ins Tabellenmittelfeld geschafft. Es ist die traurige Realität des stolzen Klubs, dass dies schon als Erfolg zählen muss. Vereinsikone Horst Eckel schwört den Roten Teufeln dennoch weiterhin die Treue.

„Das ist doch immer noch mein Verein“, so der letzte noch lebende Weltmeister von 1954 gegenüber Sport Bild. „Ich würde auch kommen, wenn wir in der Kreisklasse spielen.“ Soweit dürfte es allzu bald kaum kommen. Dennoch sind die Pfälzer weit von ihren erfolgreichen Tagen entfernt. „Ich habe ja immer oben gespielt“, erinnert sich der 86-Jährige. Neben dem WM-Titel beim Wunder von Bern gewann er 1950/51 und ’52/53 mit Kaiserslautern die Deutsche Meisterschaft.

„Bei uns gab es das nicht“

Der Abstieg in die 3. Liga habe ihm durchaus Schmerzen bereitet, gibt Eckel zu. Statt auf den FC Bayern oder Borussia Dortmund trifft sein Herzensverein nun teilweise auf Klubs, von denen er selbst nicht genau weiß, wo sie auf der Landkarte zu verorten wären. Die Mannschaft der Pfälzer hat nach dem Abstieg naturgemäß ein nahezu komplett neues Gesicht. Großen Kontakt gibt es dem Bericht zufolge aber ohnehin nicht. „So ist das im Fußball heute“, kommentiert Eckel die insgesamt 50 Zu- und Abgänge im Spielerpersonal. „Bei uns gab es das gar nicht, dass man den Verein ver­ließ.“ Tatsächlich spielte der Flügelläufer aber die letzten viereinhalb Jahre seiner aktiven Karriere nicht für Lautern, sondern den SV Völklingen. Mit den Saarländern spielte er nach der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 in der damals mehrgleisigen zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Südwest.

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