HSV-Verteidiger vor Rückkehr nach Dresden

Zwischen Pokalfight und Babyglück: Leistner ist "jederzeit auf Abruf"

Toni Leistner im Trikot des Hamburger SV. Sein erstes Pflichtspiel könnte er allerdings wegen der Geburt seines Kindes verpassen.
Toni Leistner im Trikot des Hamburger SV. Sein erstes Pflichtspiel könnte er allerdings wegen der Geburt seines Kindes verpassen. (Foto: imago)

2014 wechselte Toni Leistner von Dynamo Dresden weg, am kommenden Montag kehrt er mit dem Hamburger SV für das Erstrunden-Duell im DFB-Pokal in seine Heimat zurück. Es sei denn, der Kreissaal ruft.

Bis zu 12.000 Zuschauer werden am Montag für das Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV im Rudolf-Harbig-Stadion erwartet. "Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, dass wir Spieler vor Zuschauern gekickt haben", freut sich Leistner gegenüber der Bild auf den Besuch in der Heimat. "Cristiano Ronaldo hat dazu gesagt, dass er es auch ein bisschen vermisst, ausgepfiffen zu werden", so Leistner weiter. Dass der 30-Jährige von den Dynamo-Fans ausgepfiffen wird, ist allerdings unwahrscheinlich, spielte der geborene Dresdner selbst einmal für die Schwarz-Gelben. Außerdem pflegt der Innenverteidiger den Kontakt in seine Geburtsstadt. "Meine Verbindung nach Dresden ist schon extrem. Nach der Karriere geht es für mich zurück in die Heimat."

Erst Pokalsieg, dann Babyglück?

Für die anstehenden mindestens 90 Minuten wird Leistner die Heimatgefühle aber abstellen. "Wir sind der HSV. Ich denke, wir werden mit einem gewissen Selbstbewusstsein dort auftreten und in die nächste Pokalrunde einziehen", so lautet das Ziel. "Sie werden mit Sicherheit robust spielen", blickte Leistner auf den Gegner aus Sachsen. "Da müssen wir gegen halten." Ein Szenario könnte dem Neuzugang des Hamburger SV aber das Pokalspiel vermiesen, wobei es eine freudige Angelegenheit wäre: Leistner und seine Frau warten Nachwuchs. "Wenn ich den Bauch meiner Frau sehe, müsste es mit der Geburt unseres Kindes jede Sekunde losgehen", so der Verteidiger. Zwar sei Geburtstermin erst der 22. September, doch im Falle eines Falles ist Leistner in Absprache mit seinem Trainer "jederzeit auf Abruf".

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Tom Jacob  
11.09.2020