Schalke experimentiert wild, Freiburg hat einen Kern

Zwischen 22 und 35: So viele Spieler setzten die Teams ein

Schalke und Freiburg stehen an den Enden des Spektrums. Foto: Imago
Schalke und Freiburg stehen an den Enden des Spektrums. Foto: Imago

Die Bundesliga biegt mit Beendigung der Länderspielpause auf ihre Zielgerade ein. Noch acht Spieltage verbleiben den Teams, um ihre Ziele zu erreichen. Für den FC Schalke 04 geht es vor allem darum, sich würdevoll zu verabschieden.

Der Abstieg ist für die Königsblauen nach menschlichem Ermessen nicht mehr abzuwenden, es droht dabei sogar eine historisch schlechte Punktausbeute. Den absoluten Negativrekord von Tasmania Berlin kann der S04 mit einem Punktgewinn in den verbleibenden Spielen aber abwenden. Ein anderer Rekord ist ebenfalls in Reichweite. Setzt Dimitrios Grammozis noch zwei Kicker ein, die bisher ohne Saisonspiel sind, stellen die Königsblauen eine neue Bestmarke auf.

Wölfe halten den Rekord

Aktuell hält der VfL Wolfsburg mit 36 eingesetzten Spielern in der Saison 2011/12 den Rekord, wie der kicker berichtet. Steve McClaren, Pierre Littbarski und Felix Magath waren seinerzeit als Trainer am Werk. Auf Schalke ist Grammozis nach David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens und Christian Gross schon der fünfte Coach der Saison. Dass mehr Trainer auch mehr eingesetzte Spieler bedeuten, ist eine naheliegende Vermutung. Anhaltspunkte dafür lassen sich durchaus finden. So setzte nach Schalke der FSV Mainz 05 die zweitmeisten Spieler ein. Und die Nullfünfer sind neben den Knappen der einzige Klub, der in der laufenden Saison schon mindestens vier verschiedene Trainer am Werk hatte.

Spielt Mehrfachbelastung eine Rolle? 

Dagegen aber spricht das Beispiel der TSG Hoffenheim, bei der Sebastian Hoeneß seit Saisonbeginn auf dem Trainerposten sitzt und die drittmeisten Spieler einsetzte. Allerdings erklärt dies womöglich anteilig ein Corona-Ausbruch bei den Kraichgauern, die zudem mit der Mehrfachbelastung durch die Europa League klarkommen mussten. Dies gilt auch für Bayer Leverkusen, das sich ebenfalls im oberen Drittel der eingesetzten Spieler befindet. Ob Hannes Wolf als Nachfolger von Peter Bosz weitere Profis erstmals in dieser Saison aufs Feld schickt, bleibt abzuwarten.

Freiburg das Muster an Kontinuität

Die Top-Teams der Tabelle finden sich derweil vornehmlich im (unteren) Mittelfeld des Rankings wieder. Der FC Bayern und Borussia Dortmund setzten bisher 26, der VfL Wolfsburg 25, Eintracht Frankfurt 24 Spieler ein. RB Leipzig liegt mit 23 Profis auf Rang 17, wird nur vom SC Freiburg unterboten. Dass mit Christian Streich der dienstälteste Bundesliga-Trainer die wenigsten Spieler einsetzte, passt ins Bild. Die Breisgauer sind das große Muster an Kontinuität und Beständigkeit und so etwas wie der genaue Gegenentwurf zum FC Schalke 04.

So viele Spieler setzten die Bundesliga-Teams bisher ein

1. FC Schalke 04, 35 Spieler 

2. FSV Mainz 05, 31 Spieler

3. TSG Hoffenheim, 30 Spieler

4. Hertha BSC, 29 Spieler

5. Bayer Leverkusen, 28 Spieler

6. 1.FC Köln, 27 Spieler

= 6. Union Berlin, 27 Spieler

8. FC Bayern, 26 Spieler

= 8. Arminia Bielefeld, 26 Spieler

= 8. Werder Bremen, 26 Spieler

= 8. Borussia Dortmund, 26 Spieler

= 8. VfB Stuttgart, 26 Spieler

13. VfL Wolfsburg, 25 Spieler

14. FC Augsburg, 24 Spieler

= 14. Eintracht Frankfurt, 24 Spieler

16. RB Leipzig, 23 Spieler

= 16. Borussia Mönchengladbach, 23 Spieler

18. SC Freiburg, 22 Spieler

(Angaben via Transfermarkt)

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Lars Pollmann  
02.04.2021

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