Neuzugang zieht in Fürth die Notbremse

Zwei Debüts, zwei Sperren - Thioune: "Keine einfache Zeit für Leistner"

Leistner muss schon wieder gesperrt zuschauen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Leistner muss schon wieder gesperrt zuschauen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der Hamburger SV hat am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth mit einer gewissen Portion Glück seinen perfekten Start in die Zweitliga-Saison ausgebaut. Den 1:0-Sieg im Frankenland holte die Mannschaft trotz langer Unterzahl. Toni Leistner hatte Rot gesehen und wird nach dem zweiten Debüt zum zweiten Mal gesperrt.

Der Verteidiger hatte bereits nach einem Ausraster infolge des Ausscheidens im DFB-Pokal bei Ex-Klub Dynamo Dresden zusehen müssen. Sein Feldverweis in Fürth war da handelsüblicher, der als Kapitän aufgelaufene Neuzugang zog bei einem Angriff der Hausherren die Notbremse. "Da müssen wir uns von der Person trennen und die Sache bewerten. Wenn er nicht da gewesen wäre, steht Havard Nielsen komplett blank", zitiert die MOPO Daniel Thioune. Der Chefcoach weiß natürlich trotzdem, dass Leistner sich einen deutlich besseren Start beim HSV ausgemalt hätte.

"Kampfspiel für uns"

"Es ist keine einfache Zeit für Toni. Wir müssen als Mannschaft da sein, um ihn aufzufangen", sagt Thioune. In Fürth gelang dies inklusive Nachspielzeit ungefähr 40 Minuten lang auch, weil der zuvor bisweilen unsichere Sven Ulreich bei seinem eigenen HSV-Debüt stärker wurde. "Nach der Roten Karte war es ein Kampfspiel für uns, das haben die Jungs super gemacht", freute sich der Neuzugang des FC Bayern gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Auch Thioune zog viel Positives aus der langen Unterzahl. "Wir haben eine gute Mentalität gezeigt", so der Übungsleiter. Am Mittwoch steigt das Nachholspiel gegen Erzgebirge Aue, ohne den erneut gesperrten Leistner.

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Lars Pollmann  
18.10.2020