Folgen des Bundesliga-Krachers

Zwayer bestätigt Auszeit und will weiter mit Bellingham sprechen

Zwayer nimmt sich eine Auszeit als Schiedsrichter. Foto: Getty Images
Zwayer nimmt sich eine Auszeit als Schiedsrichter. Foto: Getty Images

Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern Anfang Dezember hat immer noch Nachwirkungen. Der für seine Spielleitung scharf kritisierte Schiedsrichter Felix Zwayer pfeift seither nicht mehr in der Bundesliga. Wie Lutz Michael Fröhlich am Sonntag öffentlich kundtat, hat sich der Berliner eine Auszeit genommen (fussball.news berichtete).

Zwayer hat dies nun auch selbst gegenüber der Bild-Zeitung bestätigt. "Ich bin dabei, die Situation aufzuarbeiten", erklärt der 40-Jährige. Im Bundesliga-Kracher hatte er dem FC Bayern einen zumindest diskutablen Handelfmeter zugesprochen, dem BVB zuvor aber einen Strafstoß nach Foul von Lucas Hernandez an Marco Reus verwehrt. Dass der eigentlich fällige Pfiff wegen einer Abseitsposition zuvor nicht aufrecht erhalten worden wäre, hat der DFB erst am Tag danach öffentlich gemacht.

Bellingham stieß ins Wespennest

Da war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, hatten die BVB-Profis und Verantwortlichen des Klubs öffentlich getobt. Dabei fiel vor allem Jungstar Jude Bellingham negativ auf, der auf die noch immer nicht vollständig aufgeklärte Verwicklung von Zwayer in den Wettskandal um Robert Hoyzer anspielte. "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?", fragte der Engländer beim norwegischen TV-Sender Viaplay.

"Wie geht man miteinander um?"

Der Mittelfeldmann wurde durch den DFB bereits mit einer Geldstrafe von 40 000 Euro belegt. Zwayer sieht das Thema damit aber nicht abgegolten. "Ich habe weiter starkes Interesse, mit Jude Bellingham persönlich zu sprechen. Die Frage ist: Wie geht man miteinander um? Welche Folgen können solche Aussagen für einen Menschen haben?", sagt er gegenüber dem Boulevardblatt. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte eine erste Gesprächsanfrage von Zwayer über die Medien abgeblockt. "Ich führe keine vertraulichen Gespräche mit irgendjemandem, wo ich es eine Stunde später schon alles im Boulevard stehen hab", so der Geschäftsführer im Dezember.

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Lars Pollmann  
10.01.2022