Eingriff des Kölner Kellers

Zum Auftakt: Effzeh hadert mit Entscheidungen des VAR

Schiri Daniel Siebert schaute minutenlang auf dem Bildschirm, dann entschied er auf Elfmeter gegen Köln und für Hoffenheim.
Schiri Daniel Siebert schaute minutenlang auf dem Bildschirm, dann entschied er auf Elfmeter gegen Köln und für Hoffenheim. (Foto: imago)

Der 1. FC Köln macht genau dort weiter, wo er zum Ende der vergangenen Saison aufgehört hatte - mit einer Niederlage. Mit 2:3 verloren die Domstädter zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Eine fragwürdige Elfmeter-Entscheidung gegen den Effzeh sorgte für ordentlich Diskussionsstoff.

"Es fällt mir schwer, dieses Ergebnis zu akzeptieren. Ein Remis wäre hochverdient gewesen, das zeigen auch die Statistiken", sagte Köln-Trainer Markus Gisdol nach der Partie. Stattdessen steht mal wieder eine Niederlage zu Buche - so wie die vergangene Spielzeit aufgehört hatte. Hinzu kommt: Nimmt man den 6:0-Erfolg über Regionalligist VSG Altglienicke im DFB-Pokal raus, wartet der 1. FC Köln noch immer auf den ersten Pflichtspielsieg seit dem 6. März.

Gisdol zweifelte an "klarer Fehlentscheidung"

Eine Schlüsselszene im ersten Spiel der neuen Saison war eine Elfmeter-Entscheidung unmittelbar vor der Halbzeitpause. Als Kölns Rafael Czichos seinen Gegenspieler Christoph Baumgartner im Strafraum traf, war Schiedsrichter Daniel Siebert unsicher und ließ sich vom Videoassistenten (VAR) Frank Willenborg unterstützen. "Ist es wirklich eine klare Fehlentscheidung gewesen", fragte Gisdol laut dem Express. "Einigen wir uns darauf, dass Hoffenheim sich nicht hätte beschweren müssen, wenn es ihn nicht gegeben hätte", legte der 51-Jährige nach.

Czichos: "Verstehe ich die Welt nicht mehr"

Der Übeltäter Czichos selbst war mit seinem Coach einer Meinung. "Ich denke nicht, dass man den Elfmeter geben muss", so der Effzeh-Verteidiger. "Wenn er dann auch noch zehn Minuten guckt, ob ich Rot kriege und dann noch nicht mal Gelb bekomme, dann verstehe ich die Welt nicht mehr." Auch Geschäftsführer Alexander Wehrle zeigte Unverständnis: "Ich bin ja kein Fußballer. Aber das ist doch eine 50/50-Entscheidung, was soll da eine klare Fehlentscheidung sein? Der Schiedsrichter guckt sich das drei Stunden lang an. Ich sage nichts mehr." Letztendlich war diese Szene nicht spielentscheidend. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kam der 1. FC Köln zum 2:2-Ausgleich, musste dann aber in der Nachspielzeit den Knockout zum 2:3 hinnehmen.

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Tom Jacob  
19.09.2020