Eintracht-Neuzugang

Zuber stellt klar: "Bin kein linker Verteidiger!"

Steven Zuber ist neu bei Eintracht Frankfurt.
Steven Zuber ist neu bei Eintracht Frankfurt und erhält die Rückennummer 11. Foto: fussball.news

Eintracht Frankfurt hat mit Steven Zuber die zweite Neuverpflichtung in diesem Sommer getätigt. Der Schweizer sieht sich aber als reine Offensivverstärkung.

Aus dem Deutsche Bank Park berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Als Steven Zuber vor rund zwei Wochen den ersten Kontakt mit Eintracht Frankfurt aufnahm, war die Entscheidung schnell für die Hessen gefallen. Es gab zwar noch andere lose Optionen, doch für den 28-Jährigen hieß es: TSG Hoffenheim oder eben Eintracht. Der mit der Rückennummer 11 und einem Vertrag bis 2023 ausgetattete Nationalspieler machte auch sofort klar, auf welchen Positionen er sich sieht.

Zuber kein Linksverteidiger


"Ich kann in der offensive alle Rollen bekleiden. Rechts, links oder hinter den Spitzen", sagte Zuber bei seiner Vorstellungspressekonferenz. Auf gezielte Nachfrage von fussball.news, ob er sich auch die Rolle als Linksverteidiger in einer Viererkette vorstellen könne, stellte er klar: "Ich bin kein linker Verteidiger. Ich habe das zwar manchmal gespielt, um der Mannschaft zu helfen. Aber ich bin als Offensivspieler und nicht als linker oder rechter Verteidiger geholt worden." Vieles spricht bei der Eintracht somit für eine Beibehaltung des Systems mit Dreierkette und hochstehenden Flügelspielern - eine Spielidee, die Zuber bestens aus Zeiten bei der TSG kennt.

Deshalb verlängerte Zuber bei der TSG

Überraschend kam der Transfer allerdings mit Blick auf dessen Vertragsverlängerung im Februar. Damals hat er sich langfristig bis 2023 an die Kraichgauer gebunden, ein halbes Jahr später folgt der Abgang. Es war ein ganz pragmatischer Entschluss nach langer Verletzungspause: "Der Vertrag wäre ausgelaufen. Ich kam von einer Verletzung zurück und wollte das in mich gesetzte Vertrauen zurückgeben. Sie haben an mir festgehalten und mich aufgebaut, als es mir nicht gut ging."

Abgang blieb trotzdem eine Option

Doch von Anfang sei auch klar gewesen, dass man sich zusammensetzen und über mögliche Wechseloptionen sprechen werde, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Daran konnte auch der neue Coach Sebastian Hoeneß nichts ändern, mit ihm gab es zuvor auch kein Gespräch. Zuber will ab sofort in Frankfurt "verletzungsfrei bleiben" und das Umfeld sportlich überzeugen. Seine Statistiken lesen sich zumindest ordentlich. In 109 Bundesligaspielen für Hoffenheim und den VfB Stuttgart erzielte er 14 Treffer und bereitete neun vor. Sportvorstand Fredi Bobic verwies auf dessen Flexibilität und Torgefahr. Im Gesamtpaket macht dieser Tausch, wenngleich der Abgang von Mijat Gacinovic die Fans emotional sehr stark berührt, Sinn.

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Christopher Michel  
04.08.2020