FC Bayern

Zu viele Boateng-Nachfragen: So genervt reagierte Flick

Jerome Boateng stand im Mittelpunkt der PK.
Jerome Boateng stand im Mittelpunkt der PK. Foto: Getty Images

Stell dir vor, der FC Bayern München spielt gegen Werder Bremen - und keinen Reporter interessiert es. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz stand die Causa Jerome Boateng - was Trainer Hans-Dieter Flick Nerven kostete.

Die erste Frage zur Zukunft von Jerome Boateng, dessen Vertrag beim FC Bayern München nicht verlängert wird, beantwortete Hans-Dieter Flick gewohnt professionell. Ob es ihn nerve, wenn solche Dinge in die Öffentlichkeit dringen? "Nein. Ich habe eine gute Kommunikation mit den Spielern und dem Verein. Ich habe keinen Einfluss darauf, was in der Öffentlichkeit zu lesen ist. Ich habe aber Einfluss darauf, wie ein Spieler damit umgeht und wie offen ich mit ihm spreche."

Flick lobt Boateng zunächst

Boateng wisse Bescheid, wie er dazu stehe: "Das ist mir wichtig. Jerome ist ein Spieler, der herausragende Leistungen gezeigt und zweimal das Triple gewonnen hat. Da gibt es wenig zu sagen." Bei einer daran anschließenden Nachfrage verdunkelte sich aber Flicks Miene. Wie er denn dazu stehe, dass der Vertrag ausläuft? "Ich habe alles dazu gesagt", lautete die knappe Antwort.

Aber: Reporterfragen nerven Bayern-Coach

Doch damit nicht genug. Als der nächste Reporter schon zur nächsten Boateng-Frage ansetzt, schüttelt Flick genervt den Kopf. Ob er sich denn im Austausch mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic befinde? "Ich habe es doch zwei Fragen zuvor schon beantwortet. Wir befinden uns immer im Austausch und machen uns Gedanken darüber, was die Zukunft betrifft." Er verwies auf das knackige Programm und stellte klar: "Ich plane zu 100.000 Prozent mit ihm." Übrigens: Fragen zum Gegner aus Bremen gab es in dem 15-minütigen Pressegespräch - eine einzige!

 

Florian Bolker  
21.11.2020