Zahlreiche Ausfälle beim BVB

Zorc über Verletzungssorgen: "Wie viele Spieler sollen wir haben? 35?"

Sportdirektor Michael Zorc kann Kritik am Dortmunder Kader nicht nachvollziehen. Foto: Getty Images.
Sportdirektor Michael Zorc kann Kritik am Dortmunder Kader nicht nachvollziehen. Foto: Getty Images.

Borussia Dortmund hatte in den vergangenen Wochen mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Die Kritik, der Kader könne die zahlreichen Ausfälle nicht ausreichend kompensieren, lässt Sportdirektor Michael Zorc nicht gelten.

Zwischenzeitlich saßen auf der Ersatzbank von Borussia Dortmund die Nachwuchsspieler Ansgar Knauff, Steffen Tigges und Antonios Papadopoulos sowie die Reservisten Felix Passlack und Reinier. Hauptgrund dafür waren die vielen Verletzungen, die die Borussia seit Beginn der Vorbereitung plagen. Mittlerweile sind einige Akteure wie Erling Halaand, Emre Can oder Mahmoud Dahoud zurück auf dem Platz, dennoch bleibt die Personalsituation heikel. 

Zorc kontert Kader-Kritik

Im Interview mit Sport1 zählte Sportdirektor Michael Zorc insgesamt elf Spieler auf, die dem BVB zuletzt gefehlt haben. Darauf angesprochen, ob der Kader im Vergleich zur Konkurrenz zu dünn sei, entgegnete der 59-Jährige daher: "Wie viele Spieler soll unser Kader denn haben, damit wir diese Vielzahl von Verletzungen auf der Bank ausgleichen können? 35?" 

"Die Verletzungen sind zu unterschiedlich"

Warum sich so viele Spieler verletzt haben, könne nicht einheitlich beantwortet werden, sagte Zorc: "Es ist schwer, ein gängiges Muster zu finden. Dafür sind die Verletzungen viel zu unterschiedlich. Mal gab es sie bei uns, mal bei Nationalmannschaftsaufenthalten, mal mit Gegnerkontakt, mal ohne, einige Spieler kamen schon mit Verletzungen aus dem Sommer, hatten dann keine echte Vorbereitung. Dass Spieler aufgrund von Verletzungen anderer kaum Pausen hatten, spielt auch eine Rolle." Daher sei es "schwer zu begründen, warum Verletzungen bei uns gerade in dieser Häufigkeit auftreten", so der Sportdirektor. Trotz der dünnen Personaldecke geht der BVB angriffslustig in das Spitzenspiel gegen den FC Bayern, das im besten Fall gewonnen werden soll (fussball.news berichtete).

Florian Bajus  
03.12.2021