Nächstes Top-Talent beim BVB

Zorc sicher: "Reinier passt sehr gut nach Europa und nach Deutschland"

Reinier ist kein stereotypisches Leichtgewicht. Foto: Wagner Meier/Getty Images
Reinier ist kein stereotypisches Leichtgewicht. Foto: Wagner Meier/Getty Images

Eigentlich waren sich Medien weitgehend einig, dass Borussia Dortmund nach dem Verbleib von Jadon Sancho nicht mehr als Einkäufer auf dem Transfermarkt tätig wird. Doch bei einem weiteren Top-Talent konnte Michael Zorc sich nicht zurückhalten. So spielt Reinier zwei Jahre auf Leihbasis für den BVB.

An dem Brasilianer waren die Schwarzgelben schon dran, als er noch in der Heimat bei Flamengo kickte. Im Winter schlug Real Madrid für 30 Millionen Euro zu. Womöglich wäre das zu stemmen gewesen, allerdings wäre Erling Haaland heute wohl ein Profi von RB Leipzig. Insofern dürften sie beim BVB durchaus zufrieden sein, dass sie Reinier ohne das große finanzielle Risiko für zwei Jahre weiterentwickeln dürfen. Zorc ist sicher, dass der 18-Jährige dem Team helfen kann. "Mit seiner sehr robusten Statur passt er sehr gut nach Europa und nach Deutschland", zitiert die WAZ den Sportdirektor.

"Bringt sehr viel mit, um ein Top-Spieler zu sein"

Reinier kommt mit einem stabilen Körperbau und einer Größe von 1,85 Metern daher. Ein stereotypisches brasilianisches Leichtgewicht ist er also nicht. "Ich glaube, er bringt sehr viel mit, um ein Top-Spieler zu sein", sagt Zorc. Im Umfeld des Vereins ist zu hören, dass der Sportdirektor selbst die Verpflichtung schon länger ins Auge gefasst hat. Die guten Beziehungen mit Real Madrid machten den Deal nun möglich, obwohl der Juniorennationalspieler eigentlich wohl ganz gerne in Spanien geblieben wäre, um sich auf der iberischen Halbinsel zu akklimatisieren. 

"Nicht Angst und Bange"

Grundsätzlich sieht sich Reinier nämlich durchaus langfristig als Stammkraft beim neuen spanischen Meister. "Er ist selbstbewusst und weiß, was er kann", betont Zorc. "Wenn man mit 18 Jahren den Sprung zu Real Madrid wagt, kann man davon ausgehen, dass ihm nicht Angst und Bange ist." Dennoch soll Reinier beim BVB die nötige Zeit bekommen, sich an eine neue Umgebung und Liga zu gewöhnen. Immerhin hat der Teenager aus der Hautstadt Brasilia zuletzt im Dezember ein Pflichtspiel in einer vollwertigen Profimannschaft absolviert. Bei Real war er für die LaLiga-Mannschaft nicht einsatzberechtigt, kickte lediglich dreimal für die Zweitvertretung unter Trainer Raul. 

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Lars Pollmann  
20.08.2020