Länderspielreisen in Pandemie-Zeiten

Zorc: "Nicht mit dem Finger auf die Verbände zeigen"

Zorc will nicht jammern. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Zorc will nicht jammern. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Die nun abgelaufene Abstellungsperiode hat wie befürchtet den ein oder anderen positiven Corona-Test nach sich gezogen. Bei Borussia Dortmund etwa fehlt Manuel Akanji, weil er bis zum Wochenende in Isolation bleiben muss. Michael Zorc will aber keinen Keil zwischen Klubs und Nationalmannschaften treiben lassen.

"Wir alle, nicht nur im normalen Alltag, sondern auch im Berufsfußball, haben eine schwierige Zeit vor uns. Mit der Pandemie-Situation und dem Spielkalender, der Champions League, der Bundesliga und es kommt ja auch noch eine Abstellungsperiode im November", so der Sportdirektor des BVB in der Spieltagspressekonferenz vor der Partie bei der TSG Hoffenheim am Samstag. "Es bringt nichts, wenn wir jetzt mit dem Finger auf die Verbände zeigen", sagt Zorc.

"Am schlimmsten für den Trainer"

Schließlich fliegen ab der kommenden Woche auch die Vereinsmannschaften quer durch Europa, wenn es in der Champions League und Europa League zur Sache geht. Der BVB etwa beginnt die Gruppenphase in Rom bei Lazio. "Wir müssen das so annehmen, wie es ist. Es ist eine ganz schwierige Situation. Am schlimmsten natürlich für den Trainer, der viel improvisieren muss", verweist Zorc auf Lucien Favre. 

"Aufgerufen, das beste aus der Situation zu machen"

Der aktuelle Umgang mit der Pandemie ist für den dienstältesten Manager der Bundesliga schlichtweg "alternativlos, deswegen sollten wir uns nicht beklagen. Das gilt ja auch für alle anderen Mannschaften." Die Klubs in der Bundesliga seien dabei ohnehin nicht in der Position, unilaterale Entscheidungen zu treffen. Zorc sieht daher den BVB "dazu aufgerufen, das beste aus der Situation zu machen". Nach Möglichkeit schon am Samstag in Sinsheim, wo der BVB zuletzt vor fast acht Jahren ein Punktspiel gewonnen hat.

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Lars Pollmann  
15.10.2020