Malen-Poker stockt

Zorc: "Es muss finanziell passen, ansonsten muss man auch mal Nein sagen"

Michael Zorc führt Borussia Dortmund durch einen komplizierten Transfersommer. Foto: Imago.
Michael Zorc führt Borussia Dortmund durch einen komplizierten Transfersommer. Foto: Imago.

Seit Wochen gilt Donyell Malen als potentieller Ersatz für Jadon Sancho bei Borussia Dortmund. Der Transfer soll jedoch aufgrund der Ablöseforderung der PSV Eindhoven stocken. Scheitern die Bemühungen des BVB an der finanziellen Hürde?

Die Zeichen deuten auf einen Abschied von Donyell Malen bei der PSV Eindhoven hin. Wohin es den Stürmer ziehen könnte, ist jedoch unklar. Bekannt ist lediglich seine Freistellung vom Trainingsbetrieb, die der Technische Direktor John de Jong vor wenigen Tagen bestätigt hatte (fussball.news berichtete). Als Ablösesumme sind 30 Millionen Euro im Gespräch - für Borussia Dortmund, das seit geraumer Zeit mit Malen in Verbindung gebracht wird, offenbar zu viel. Wie die Ruhr Nachrichten in Erfahrung gebracht haben wollen, soll die Schmerzgrenze der BVB-Verantwortlichen "deutlich" unter der kolportierten Ablöseforderung der PSV liegen.

"Es muss eine vernünftige Entscheidung sein"

Darauf deutet auch eine Aussage von Sportdirektor Michael Zorc hin: "Es muss eine vernünftige Entscheidung sein. Es muss finanziell passen, ansonsten muss man auch mal Nein sagen", sagte der 58-Jährige auf Anfrage der Ruhr Nachrichten über die Suche nach einem Nachfolger für den zu Manchester United abgewanderten Jadon Sancho. Übertragen auf die Gerüchte um Malen könnte das wiederum bedeuten: Bleibt eine Annäherung zwischen Dortmund und Eindhoven aus, droht der Transfer zu platzen. Dabei sind sich der BVB und Malen laut der Regionalzeitung bereits einig.

"Die Dinge liegen eben nicht immer allein in unserer Hand"

Allerdings läuft Schwarz-Gelb die Zeit davon. Die Vorbereitung ist in vollem Gange, das Trainingslager in Bad Ragaz steht kurz vor der Tür (23.07 - 31.07). "Natürlich wäre es gut für den Trainer, wenn wir bis zum Trainingslager etwas umsetzen könnten", weiß Zorc. Der Transfermarkt sei jedoch kein Wunschkonzert, "die Dinge liegen eben nicht immer allein in unserer Hand", betonte der Sportdirektor. 

Florian Bajus  
18.07.2021