Bochum verliert erneut

Zoller: "Das ist nach sechs Spielen fast schon erbärmlich"

Simon Zoller war nach der erneuten Bochumer Niederlage frustriert. Foto: Getty Images.
Simon Zoller war nach der erneuten Bochumer Niederlage frustriert. Foto: Getty Images.

Der VfL Bochum hat gegen den FC Schalke 04 einen kämpferischen Auftritt geboten, doch auch das sechste Bundesligaspiel wurde verloren. Simon Zoller wirkt zunehmend ratloser.

Die sportliche Talfahrt beim VfL Bochum spitzt sich weiter zu. Die Mannschaft von Thomas Reis war gegen den FC Schalke 04 nicht chancenlos und hat erneut alles in die Waagschale geworfen, am Ende stand aber eine 1:3-Niederlage zu Buche. Den einzigen VfL-Treffer erzielte Simon Zoller in der 52. Minute, auf der Gegenseite waren Dominick Drexler (38.) und Sebastian Polter (90.+6) für Schalke zur Stelle, zudem unterlief Erhan Masovic (73.) ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 2:1 für Königsblau.

Zoller: "Gefühlt erzähle ich jede Woche das Gleiche"

Trotz der sechsten Niederlage in Serie stehen die Fans weiter zur Mannschaft. Das, betonte Zoller bei Sky, sei keine Selbstverständlichkeit: "Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir die Fans in dieser Stimmung im Moment noch haben. Machen wir uns nichts vor, wir haben sechsmal verloren — es gibt Vereine und Mannschaften, die dann anders empfangen werden." Wieso es erneut nicht zu einem Punktgewinn gereicht hat, konnte Zoller indes nur durch eine mangelhafte Chancenverwertung erklären: "Gefühlt erzähle ich jede Woche das Gleiche. Wir machen ein ordentliches Spiel, nehmen den Kampf an, haben Chancen, machen die nicht und stehen am Ende mit leeren Händen da."

"Wir sind im Moment nicht gut genug"

Bisher hat der VfL erst vier Tore erzielt, nur der FC Augsburg hat genau so wenige Treffer auf dem Konto; andererseits kassierten die Fuggerstädter 10 Gegentore und Bochum 18. "Wir sind im Moment nicht gut genug", resümierte Zoller, "wir können nach Gründen suchen, es reicht eben nicht für Punkte. Das ist extrem bitter, nach sechs Spielen fast erbärmlich." Wann die Talfahrt gestoppt wird, bleibt abzuwarten.

Florian Bajus  
10.09.2022