Juve oder Nationalmannschaft?

Zidane deutet Trainer-Rückkehr an: Wohin könnte es gehen?

Zidane steht wohl vor der Rückkehr ins Geschäft. Foto: Getty Images
Zidane steht wohl vor der Rückkehr ins Geschäft. Foto: Getty Images

Zinedine Zidane genießt derzeit seine Auszeit vom Profifußball. Nachdem er 2021 freiwillig als Cheftrainer von Real Madrid ausgeschieden ist, ist die lebende Legende nur sporadisch in Erscheinung getreten, vergangene Woche überreichte er etwa Karim Benzema den Ballon d'Or. Nun aber deutet der 50-Jährige seine Rückkehr ins Geschäft an.

Wie der französischsprachige Hörfunksender RMC Sport berichtet, äußerte sich Zidane dahingehend am Montag am Rande einer Veranstaltung, bei der er eine Wachsfigur mit seinem Antlitz enthüllte. Die Frage, ob er das Trainerdasein nicht vermisse, soll der Ex-Weltfußballer demnach zwar verneint haben, aber auch erklärt haben, dass er nicht weit davon entfernt sei. Mit einem Lächeln auf den Lippen habe Zidane erklärt, dass er nicht mehr lange warten werde. "Bald, bald", will er offenbar einen neuen Posten übernehmen.

Tür zu PSG verschlossen

Die spannende Frage wird lauten, bei wem der Coach nach drei Champions-League-Titeln mit Real anheuern wird. Als logische Option galt in der Vergangenheit Paris Saint-Germain, dort hat aber erst im Sommer Christophe Galtier übernommen, mit dem die Verantwortlichen und auch die meisten Profis aus dem Star-Ensemble sehr zufrieden sein sollen. Es verblieben deshalb zwei andere wiederholt genannte Optionen: Juventus und die französische Nationalmannschaft.

Juve oder Frankreich?

Bei der Alten Dame würden viele der gleichen Argumente ziehen, die Zidane einst schon bei Real erfolgreich gemacht haben: Er hat mit dem Klub Triumphe erlebt, kann mit Stars umgehen und verkörpert die Juve-DNA, die das Ergebnis über alles stellt, durchaus. Bei den Bianconeri gilt Massimiliano Allegri als angeschlagen, aber sein Trainerstuhl noch nicht zwingend als wackelnd. Mit der Nationalmannschaft ist Zidane derweil immer wieder in Verbindung gebracht worden. Der neben Michel Platini wohl größte Spieler der französischen Fußballgeschichte könnte Didier Deschamps ablösen, sollte die Titelverteidigung bei der WM in Katar in die Hose gehen. Der ehemalige Mittelfeld-Kollege von Zidane hat nur bis 31. Dezember einen gültigen Vertrag bei den Bleus. 

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Lars Pollmann  
25.10.2022