Trotz Pleite im Finale

Zickler: Darum war Bayerns CL-Feier 1999 "geiler" als 2001

Alexander Zickler spielte zwölf Jahre für den FC Bayern.
Alexander Zickler spielte zwölf Jahre für den FC Bayern. Foto: Getty

In den Jahren 1999 und 2001 stand der FC Bayern jeweils im Finale der Champions League. Während das Endspiel von Barcelona in letzter Minute bitter gegen Manchester United verloren wurde, stemmten die Münchner zwei Jahre später in Mailand den Henkelpott mit einem Sieg im Elfmeterschießen über Valencia in die Höhe. Eine "geilere" Party gab es überraschenderweise aber 1999, verrät Alexander Zickler, damals Stürmer bei den Bayern und aktuell Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach.

Auf bitterste Art und Weise gab der FC Bayern im Champions-League-Finale 1999 nach einer 1:0-Führung in den Schlussminuten den Sieg aus der Hand und kassierte zwei Gegentreffer von Manchester United, die im Sieg der Engländer resultierten. Die Münchner waren niedergeschlagen, ließen sich den Anlass zum feiern aber nicht nehmen. "Die erste Stunde beim Bankett nach dem Spiel war extrem ruhig, dann sind die ersten aufs Zimmer gegangen. Irgendwann hat der DJ die Musik lauter gedreht und die richtigen Lieder aufgelegt. Wie aus dem Nichts setzte ein Stimmungsumschwung ein und es entstand eine geile Party", offenbarte nun Alexander Zickler, seinerzeit Mittelstürmer beim Rekordmeister, im Interview mit Spox.

"Damals stand Mario Basler in der Mannschaft"

Die Bayern hatten damals in Barcelona "beschlossen, uns und eine eigentlich geile Saison mit dem Meistertitel und dem Einzug ins Champions-League-Finale zu feiern. Dadurch hat sich ein ganz besonderer Zusammenhalt entwickelt, der uns in den darauffolgenden Monaten und Jahren sehr geholfen hat", erinnerte sich der heute 46-Jährige zurück und erklärte, dass "damals Mario Basler in der Mannschaft stand. Der findet immer einen Weg, so etwas zum Laufen zu bringen."

Nach Titelsieg 2001 "einfach komplett leer"

Nach dem ersehnten Titelgewinn im San Siro, zwei Jahre darauf, war es laut Zickler "auch eine ganz schöne Feier, aber bei weitem nicht so schön wie in Barcelona. Der Saisonendspurt mit der knappen Entscheidung in der Bundesliga und dem Elfmeterschießen im Champions-League-Finale war extrem kräftezehrend. Ich und viele andere Spieler waren nach dem Abpfiff einfach komplett leer."

Der gebürtige Sachse spielte von 1993 bis 2005 für die Münchner und gewann in dieser Zeit neben dem Champions-League-Titel zudem sieben Mal die Meisterschaft und drei Mal den DFB-Pokal. Seit Sommer 2019 ist er Co-Trainer von Marco Rose in Gladbach.

Profile picture for user Adrian Kuehnel
Adrian Kuehnel  
15.10.2020