Schlusslicht Mainz mit nur einem Zähler

Zentner: "Saisonstart hat viel, was mir Hoffnung schenkt"

Zentner hat bereits 20 Gegentore kassiert. Foto: Alex Grimm/Getty Images
Zentner hat bereits 20 Gegentore kassiert. Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der FSV Mainz 05 hat vor der Länderspielpause immerhin einen absoluten Negativrekord verhindern können. Die ersten sieben Spiele einer Saison hatte zuvor noch nie ein Bundesligist verloren, das Remis gegen den FC Schalke 04 bewahrte Robin Zentner und Co. vor dieser traurigen Marke.

Dennoch stehen der Keeper und seine Kollegen als Tabellenschlusslicht gehörig unter Druck, wenn es ab dem Wochenende bis Weihnachten ohne Pause weitergeht. Die Einschätzung des Schlussmanns zur bisherigen Saison mutet derweil durchaus kurios an. "Es ist ein sehr schwieriger Start, der trotzdem viel hat, was mir Hoffnung schenkt", sagt er gegenüber Sport Bild. Allzu viele Fans der Rheinhessen würden dem Teil mit der Hoffnung wohl aktuell nicht zustimmen können. Zentner erklärt, was er damit meint.

"Gesehen, dass sich etwas tut"

"Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass sich etwas tut. Wir waren eklig. Gladbach, Leverkusen und Schalke waren nicht froh, dass sie gegen uns spielen müssen", so der 26-Jährige. Alleine, Mainz gelang es in keiner dieser Partien, über 90 Minuten durchzuhalten. Es reichte jeweils ein Nackenschlag, um bessere Ergebnisse zunichte zu machen. Zentner glaubt, dass die Nullfünfer bereits zwei Siege auf dem Konto haben müssten, stattdessen steht ein kümmerlicher Punkt zubuche.

"Das ist das beste Gefühl, das es gibt"

Vor allem für die Psyche der Spieler ist diese anhaltende Durststrecke nicht leicht zu verarbeiten. So viel Selbstbewusstsein Erfolge geben, lassen Misserfolge Selbstzweifel zu. "Ich würde nach dem Spiel gern mal wieder mit einem Lächeln in der Kabine sitzen. Oder mich ins Auto setzen und denken: 'Geil, gewonnen!'", gibt Zentner Einblicke in sein Seelenleben. "Das ist das beste Gefühl, das es gibt." Ob er es am Samstag mal wieder spüren kann, entscheidet sich beim SC Freiburg.

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Lars Pollmann  
18.11.2020