Brasilien-Verteidiger

Zeitnahe Verlängerung? So wird Tuta für die Eintracht immer teurer!

Frankfurts Brasilianer Tuta (vorne) glänzte in der Europa League bei Betis Sevilla. Foto: Getty Images

Der Brasilianer Tuta befindet sich bei Eintracht Frankfurt im Höhenflug. Beim 2:1-Sieg in der Europa League in Sevilla war der 22-Jährige stärkster Mann in der Frankfurter Defensive. Die Hessen täten gut daran, den Vertrag mit dem Innenverteidiger zeitnah zu verlängern. 

Eintracht Frankfurt hatte in der Europa League bei Betis Sevilla (2:1) wieder erhebliche Probleme in Sachen Zweikampfquote. Nur ein Drittel der Duelle konnte das Team von Trainer Oliver Glasner für sich entscheiden. Umso bemerkenswerter, dass der Brasilianer Tuta mit 67 Prozent gewonnener Zweikämpfe weit über dem Durchschnitt lag. Mit zwei Klärungsaktionen und drei abgefangenen Bällen war der Defensivspieler maßgeblich daran beteiligt, dass die Hintermannschaft der Eintracht nur ein Gegentor kassiert hat. Schon vor rund zwei Wochen hatte Glasner seinen Schützling gelobt, bescheinigte ihm auf dem Weg "zu einem absoluten Topverteidiger" zu sein. 

Vertrag läuft 2023 aus

Die Tendenz geht bei Tuta klar nach oben. Mit drei Treffern in der Bundesliga gehört er zu den torgefährlichsten Innenverteidigern in der Liga, nur Philipp Lienhart (SC Freiburg) erzielte einen Treffer mehr in dieser Saison. Zuletzt traf Tuta beim 4:1-Sieg in Berlin. In seiner Entwicklung kommet immer näher dran an Toptalent Evan N'Dicka, hat in dieser Saison deutlich aufgeholt. Weil der Franzose (Vertrag läuft 2023 aus) im Sommer nur schwer zu halten sein wird, könnte die Eintracht in Zukunft ganz besonders auf Tuta bauen. Wie bei N'Dicka läuft auch der Vertrag des Brasilianers nach der kommenden Saison aus. Aktuell wird über eine langfristige Verlängerung verhandelt.

Ben Manga buhlte zwei Jahre um Tuta

Und die Zeichen stehen gut. Denn Tuta weiß was er an der Eintracht hat und könnte in Frankfurt noch den nächsten Schritt gehen. Der Rechtsfuß kam im Januar 2019 als unbeschriebenes Blatt, aber auch für 1,8 Millionen Euro Ablöse an den Main, der damalige Chefscout Ben Manga hatte Tuta beim FC Sao Paulo entdeckt und vor dem Wechsel zwei Jahre intensiv begleitet, wie der Brasilianer im Mai vergangenen Jahres auf Nachfrage von fussball.news erklärte. Die Eintracht tut in jedem Fall gut daran, die Verlängerung zeitnah zu besiegeln. Denn aktuell sieht es so aus, als würde Tuta mit jedem Spiel für die SGE teurer werden und seine eigene Verhandlungsposition stärken. 

Benjamin Heinrich  
11.03.2022