Eintrachts Spielmacher

Younes unter Glasner noch gefragt? Krösche spricht Klartext

Amin Younes war in der vergangenen Saison bei der Eintracht Leistungsträger. Foto: Imago

Bei Eintracht Frankfurt stellt sich unter dem neuen Trainer Oliver Glasner auch die Systemfrage. Und in alldem auch die Frage: Was wird aus Spielmacher Amin Younes? Sportvorstand Markus Krösche hat im Gespräch mit fussball.news eine klare Meinung.

Von der Eintracht berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Chance ist durchaus groß, dass Oliver Glasner als neuer Coach von Eintracht Frankfurt in der kommenden Saison auch auf ein System mit Viererkette setzen könnte, ähnlich wie zuvor beim VfL Wolfsburg. Bei den Niedersachsen verfügte der Österreicher über keinen klassischen Spielmacher, setzte vielmehr auf pressingstarke Akteure in der offensiven Dreierreihe. Entsprechend kam bereits die Frage auf, wo der deutsche Nationalspieler Amin Younes unter dem 46-Jährigen seinen Platz finden würde. Der ist bis 2022 vom SSC Neapel ausgeliehen, die Eintracht besitzt eine Kaufoption, die sie im kommenden Sommer wohl auch ziehen wird. Vorausgesetzt, der deutsche Nationalspieler, der nicht für die EURO nominiert wurde, bleibt auch in der kommenden Saison Leistungsträger. 

"Mit ihm kann Glasner noch variabler sein"

fussball.news hat deshalb im Gespräch mit Sportvorstand Markus Krösche nachgefragt, welche Wertschätzung Younes auch unter dem neuen Coach genießt und dieser bekannte sich klar zum 27-Jährigen: "Oliver Glasner hatte solch einen Spielertypen, den Amin verkörpert, in der Form in Wolfsburg nicht. Mit ihm kann er taktisch aber noch variabler sein." Intern bestehen folglich keine Zweifel daran, dass Younes auch unter Glasner Chancen auf einen Stammplatz haben wird. Der Ex-Coach des VfL Wolfsburg hat zwar eine klare Spielphilosophie, ist aber in Sachen System durchaus flexibel. Eine Eigenschaft, die auch Krösche an ihm schätzt. 

"Bringt viele Dinge mit, die uns helfen"

Eigenschaften, die der neue Sportboss der Hessen an Younes schätzt, gibt es auch genügend: "Amin ist flexibel einsetzbar, kann auf dem Flügel spielen und nach innen ziehen oder im Halbraum spielen, wenn wir mit zwei Zehnern spielen. Er hat seine Fähigkeiten im Dribbling, in Eins-gegen-Eins-Situationen. Amin bringt viele Dinge mit, die uns helfen." Die Aufgabe Glasner wird es sein, den perfekten Platz für den Unterschiedsspieler zu finden. Dass er freiwillig auf Younes, der unter Ex-Trainer Adi Hütter zum Saisonende aufgrund persönlicher Differenzen nicht mehr gefragt war, verzichten würde, hätte ohnehin stark verwundert.

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Benjamin Heinrich  
20.06.2021