SGE-Neuzugang

Younes: "Trapp hat sich gewünscht, dass ich komme"

Amin Younes und Kevin Trapp wurden gemeinsam mit dem DFB-Team Confed-Cup-Sieger 2017. Foto: Imago

Für Amin Younes gab es viele Gründe vom SSC Neapel zu Eintracht Frankfurt zu wechseln. Einer davon war auch Keeper Kevin Trapp. Der Confed-Cup-Sieger von 2017 sprach über die Gründe des Wechsels, seine Stärken und Schwächen sowie die Systemfrage.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Auch über die Landesgrenzen hinaus erspielte sich Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren Sympathien. Beim SSC Neapel verfolgte Amin Younes das Geschehen in Frankfurt aufmerksam. "Man hat das Gefühl, das ist ein verschworener Haufen. Jungs, die Bock auf Fußball haben. Das hat mir in den letzten Jahren gefallen. Da willst du einfach Teil von sein", erklärte er seinen Entschluss für zwei Jahre per Leihe zur Eintracht zu wechseln. Dafür nimmt er auch finanzielle Einbußen in Kauf: "Bei der Eintracht hat sich einfach alles gut angefühlt. Ich wollte unbedingt hierher." 

Gespräche mit Trapp

Eine Rolle spielte wohl auch, dass Younes schon Teile der Mannschaft kennt. Mit Danny da Costa und Erik Durm spielte er in der U21-Nationalmannschaft, mit Keeper Kevin Trapp wurde er 2017 mit der A-Nationalmannschaft Confed-Cup-Sieger. Mit dem 30-jährigen Schlussmann hat er sich im Vorfeld auch über einen möglichen Wechsel unterhalten. "Kevin hat mir auch nochmal gesagt, dass das hier einfach top ist Und dass er sich wünschen würde, dass ich komme", sagte der 27-Jährige auf Nachfrage von fussball.news. 

Sympathische Vorstellung

Auf seiner Antrittspressekonferenz gab sich Younes offen und reflektiert, versteckte seine Ambitionen nicht und blieb gleichzeitig bodenständig. Seine Stärken? Die liegen auf der Hand: "In der Offensive, das Eins-gegen-Eins, vor allem die Beweglichkeit, das Kreative." Auch mit Schwächen geht der Ex-Gladbacher selbstbewusst um: "Da gibt es sicher eine Menge. Aber deshalb spiele ich Fußball und gehe zum Training, um das aufzuarbeiten." In der Offensive sieht er sich als "Allrounder", der "da alles spielen kann." Seinen Platz im System wird er finden: "Ich bin der Spieler. Ich komme hierhin und passe mich an, erwarte nicht, dass ein System umgestellt wird." Ein Auftritt, der ankam.

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Benjamin Heinrich  
07.10.2020