Neun Wechsel in Cadiz

Xavi erklärt: Barca-Rotation unabhängig vom Bayern-Spiel

Xavi schickte sozusagen die zweite Garde aufs Feld. Foto: Getty Images
Xavi schickte sozusagen die zweite Garde aufs Feld. Foto: Getty Images

Der FC Barcelona hat sich am Samstag beim FC Cadiz für das Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern in der Champions-League-Gruppenphase warmgeschossen. Das 4:0 stellte den fünften Sieg in Folge mit mindestens drei Toren Unterschied für die Katalanen dar. Xavi Hernandez nutzte die Gelegenheit für ausgiebige Rotation.

Mit Marc-Andre ter Stegen und Frenkie de Jong behielten nur zwei Barca-Profis ihren Platz in der Startelf aus dem Spiel gegen Viktoria Pilsen unter der Woche. Neun Wechsel taten dem Spiel der Gäste in Cadiz nur bedingt einen Abbruch. Bei besserer Chancenverwertung wäre die Partie schon entschieden gewesen, als Xavi während der zweiten Halbzeit unter anderem Ousmane Dembele, Robert Lewandowski und Pedri von der Bank brachte.

"Kaum ein Unterschied, egal wer spielt"

"Mir ist wichtig, dass jeder verfügbar ist und alle gut trainieren", zitiert die Sportzeitung Mundo Deportivo den Chefcoach nach dem Sieg. Die Rotation sei ein Trend, den man durch die ganze Saison hinweg bemerken werde, kündigt Xavi an. "Wir haben jetzt ein Team, in dem man kaum einen Unterschied bemerkt, egal wer spielt", jubelt der frühere Weltklasse-Mittelfeldmann. Dabei habe keine entscheidende Rolle gespielt, seine Stammkräfte für das Duell in München zu schonen.  "Auch wenn wir nicht gegen Bayern gespielt hätten, hätten wir so gehandelt", sagt Xavi. 

"Wir reden von einem Menschenleben"

Die wichtigste Nachricht des Samstags in Cadiz war freilich, dass ein medizinischer Notfall auf der Tribüne letztlich offenbar glimpflich verlaufen ist. Ein Zuschauer musste dem Vernehmen nach wiederbelebt werden, befindet sich im Krankenhaus aber wohl schon auf dem Weg der Besserung. "Wir reden von einem Menschenleben, das musste über dem Fußball stehen", erklärt Xavi, dass seine Mannschaft keinerlei Problem mit der langwierigen Unterbrechung des Spiels gehabt habe. "Zum Glück ging es der Person besser und dann konnten wir weiterspielen."

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Lars Pollmann  
11.09.2022