Spanier äußert Verständnis

Xabi Alonso: Messi folgt einem Gefühl

Messi und Xabi Alonso trafen insgesamt 27 Mal in Pflichtspielen aufeinander. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Messi und Xabi Alonso trafen insgesamt 27 Mal in Pflichtspielen aufeinander. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Die Zukunft von Lionel Messi beschäftigt weiter die Fußball-Öffentlichkeit auf der ganzen Welt. Das Einreichen seines Wechselwunschs hat den FC Barcelona in eine tiefe Krise gestürzt, eigentlich schienen die Katalanen und der Argentinier doch total verwachsen. Xabi Alonso aber kann den Gedankengang nachvollziehen.

"Ich habe den Eindruck, dass er einem Gefühl folgt. Dass er zu dem Schluss gekommen ist, jetzt etwas anderes zu brauchen, etwas Neues, um wieder die absolute Lust am Fußball zu verspüren", so der Spanier gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Er kenne den Argentinier nicht persönlich, schränkt Xabi Alonso dabei ein. Es handelt sich also um eine Ferndiagnose. Dennoch scheint die Interpretation der Ereignisse durchaus schlüssig. Ob sich das Auge wirklich an einen Messi etwa im hellblau von Manchester City gewöhnen muss, steht freilich noch in den Sternen.

"Anpassungsfähigkeit nicht unterschätzen"

Bei dem Gedanken wird Xabi Alonso regelrecht philosophisch. "Das Unvorstellbare hört in dem Moment auf, unvorstellbar zu sein, wenn es passiert. Und dann gewöhnt man sich sehr schnell an vermeintlich Unfassbares", sagt der Welt- und Europameister. Spielerwechsel gehören nun mal dazu, und auch absolute Weltstars haben schon mal den Verein getauscht. "Ja, die Leere, die Messi beim FC Barcelona hinterlassen würde, würde anders sein. Größer. Aber unsere Anpassungsfähigkeit an solche Situationen sollten wir nicht unterschätzen", meint Xabi Alonso. Der 38-Jährige spielte selbst insgesamt 27 Mal gegen Messi, darunter 20 Begegnungen im spanischen Clasico zwischen Barca und Real Madrid. 

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Lars Pollmann  
29.08.2020