Ex-Star über das Triple

Xabi Alonso feiert Bayern-Triumph: "Idee der Mannschaft stand über allem"

Xabi Alonso applaudiert seinem Ex-Klub. Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images
Xabi Alonso applaudiert seinem Ex-Klub. Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Der FC Bayern hat sich mit dem Champions-League-Sieg als aktuell stärkste Mannschaft in Europa erwiesen. Die Begleitumstände waren kurios, doch die Saison der Münchner in der Königsklasse lässt keine anderen Schlüsse zu. Auch Xabi Alonso feiert den Erfolg seines Ex-Klubs.

Den entscheidenden Moment macht der Spanier im 8:2 über den FC Barcelona im Viertelfinale aus. "Was geschah, gehört in diese Kategorie des Unfassbaren. Ich meine nicht nur die Höhe des Sieges. Sondern diese Überlegenheit der Bayern, ihre Übermacht, und das in einem Spiel von dieser Bedeutung!", schwärmt der 38-Jährige gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Der FC Bayern habe sich als Summe seiner herausragenden Individuen gezeigt, meint Xabi Alonso. "Die Idee der Mannschaft stand über allem."

"Überzeugung proaktiv zu sein"

Der Welt- und Europameister hatte den Erfolg seiner ehemaligen Kollegen durchaus im Visier, als es für die Fußball-Elite nach Lissabon ging. Er verfolgt den Klub weiterhin sehr interessiert und war ungemein beeindruckt von der Spielidee, die Hansi Flick bei Bayern kultiviert hat. "Die Überzeugung, proaktiv zu sein, Mut und Courage zu zeigen, nicht abzuwarten. Das ist die Basis. Und dann gibt es taktische Verabredungen, die dem Ganzen eine Dynamik und Flexibilität verleihen, weil das Positionsspiel alles andere als starr und statisch ist", analysiert Xabi Alonso.

"Nicht viele Mannschaften, die dazu imstande wären"

Hinzu komme eine eindrückliche physische Stärke, sehr gute Mentalität als Mannschaft und das große Selbstvertrauen, das der FC Bayern sich unter Flick wieder angeeignet hat. "So landet man exakt auf dem Niveau, das die Bayern gezeigt haben", sagt Xabi Alonso. Ob dieser Stil ein Vorbild für andere Teams sein kann, sieht er jedoch skeptisch. "Ich sehe nicht viele Mannschaften, die dazu imstande wären, weil die Anforderungen extrem sind." Der 38-Jährige spielte selbst von 2014 bis 2017 für den Rekordmeister, hat inzwischen eine Trainerkarriere eingeschlagen.

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Lars Pollmann  
29.08.2020