Hamburger SV

Wüstefeld legt sich fest: "EM findet im Volkspark statt!"

Hamburg soll als Spielort fünf Partien der EURO abhalten. Foto: Getty Images
Hamburg soll als Spielort fünf Partien der EURO abhalten. Foto: Getty Images

Wegen ihres Austragungsorts in Katar ist die Vorfreude auf die WM bei vielen Fußballfans in Deutschland eher gering ausgeprägt. Für sie mag ein Trost sein, dass nur anderthalb Jahre später hierzulande die Fußballelite zu Gast ist: Die EURO 2024 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Gespielt werden soll auch in Hamburg, wobei das zuletzt bisweilen im Zweifel stand.

Im Volksparkstadion sollen vier Gruppenspiele sowie ein Viertelfinale steigen. Wegen des erheblichen Sanierungsbedarfs des Stadions stand in den vergangenen Wochen und Monaten aber immer wieder zur Debatte, ob der Spielort Hamburg tatsächlich zum Einsatz kommen kann. Im Raum steht ein Finanzierungsbedarf von über 20 Millionen Euro, um zum Beispiel die Erneuerung der Dachmembran und die Klimatisierung des Stadions in Angriff nehmen zu können. Nun scheint das Konzept zu stehen, wie Thomas Wüstefeld gegenüber der Bild-Zeitung erklärt.

HSV investiert eigenen Anteil von 10 Millionen Euro

"Bisher war ich zurückhaltend, aber jetzt können wir sagen: Die EM findet im Volkspark statt!", so der Finanzchef des Hamburger SV. Dabei verrät Wüstefeld überraschenderweise, dass der Bedarf an Fremdkapital geringer ausfallen soll. "Wir werden die mögliche Fremdfinanzierung reduzieren, weil wir einen eigenen Anteil von 10 Millionen Euro für die Modernisierung des Volksparks investieren werden", so der Vorstand. Verantwortlich sei beispielsweise der Zuschauerschnitt bei Heimspielen des HSV, der deutlich über dem geplanten Volumen liegt. Auch habe der Klub "ungeplante Transfererlöse" erzielt, die nur anteilig in den Kader reinvestiert wurden.

Arbeiten starten in der WM-Pause

Gemeint sind da unter anderem die Weiterverkäufe von Filip Kostic und Amadou Onana durch Eintracht Frankfurt und den Lille OSC, bei dem der Hamburger SV mitverdient hat. Die Sanierung des Volksparkstadions, das womöglich recht bald den Namen von Uwe Seeler tragen wird, kann so schon bald beginnen. "In der WM-Pause ab Mitte November wird eine komplett neue Verkabelung verlegt und es werden die Beschallungs- und die Flutlichtanlage erneuert. Dafür nutzen wir unseren Eigenanteil", sagt Wüstefeld. Das Fremdkapital sei vor allem für die Dachmembran vorgesehen, die erst "im dritten Quartal 2023" angegangen werden soll. Der Spielbetrieb wird davon nicht betroffen sein. Der HSV könnte zu diesem Zeitpunkt Erstligist sein, jedenfalls ist der Start in die laufende Zweitliga-Saison gut gelungen.

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Lars Pollmann  
13.09.2022