Deutliches Gefälle

Wolfsburg bis BVB: So teuer sind die Dauerkarten in der BuLi

BVB-Fans müssen am tiefsten in die Tasche greifen. Foto: Getty Images
BVB-Fans müssen am tiefsten in die Tasche greifen. Foto: Getty Images

Vor knapp zwei Wochen hat Borussia Dortmund den Vorverkauf von Dauerkarten für die Heimspiele der neuen Saison vorzeitig beendet. 55 000 Zuschauer wollen keine Partie der Schwarzgelben verpassen, nur 200 kündigten ihr Abonnement. Dabei geht die Vereinsliebe durchaus ins Geld.

Denn der BVB verlangt das meiste Geld aller Bundesligisten für eine Dauerkarte, wie aus einer Erhebung des ZDF-'Sportstudio' hervorgeht. Die günstigste Dauerkarte in Dortmund kostet demnach 240 Euro, die teuerste 990 Euro. In beiden Kategorien liegt der Vizemeister so an der Spitze aller 18 Klubs. Für 990 Euro bekommt der Zuschauer übrigens einen komfortablen Sitzplatz mit Polsterung, Speisen und Getränke sind nicht inklusive. Ein derartiges Paket gibt es auch beim FSV Mainz 05, der deshalb durchaus überraschend die zweitteuerste Dauerkarte der Bundesliga anbietet, dort kostet sie 950 Euro.

Leverkusen und Wolfsburg auf niedrigstem Preisniveau

Die günstigsten Dauerkarten gibt es bei Klubs, die, mit Verlaub, nicht zu den großen Zuschauermagneten der Liga gehören. Beim VfL Wolfsburg zahlt man zwischen 145 und 440 Euro für ein Abonnement, bei Bayer Leverkusen zwischen 190 und 440 Euro. Durchaus bemerkenswert ist der Vergleich zwischen dem FC Bayern und Dortmund, immerhin sind es die größten und erfolgreichsten Vereine in Deutschland. Während der BVB seine Fans durchaus hart rannimmt, liegt das Preisniveau beim Rekordmeister auf erträglicherem Niveau.

Bayern mit erträglichen Preisen

Die günstigste Dauerkarte für die Allianz Arena bekommt man schon für 160 Euro. Damit liegen die Bayern in dieser Kategorie zum Beispiel hinter den Aufsteigern Werder Bremen und FC Schalke 04, dem VfL Bochum, Union Berlin oder VfB Stuttgart. Die teuerste Dauerkarte kostet 810 Euro. Neben dem BVB sind immerhin vier andere Klubs in dieser Hinsicht gieriger als der FC Bayern. Die größte Steigerung im Vergleich zur Vorsaison ist derweil auf Schalke zu verzeichnen, wo die günstigste Dauerkarte nun 39,05 Prozent mehr kostet als in der Zweitliga-Saison. Bei allen Klubs gibt es übrigens durchaus auch noch günstigere Karten, bei der Erhebung hat das ZDF aber Ermäßigungen für Kinder, Schüler, Studenten, Rentner oder Mitglieder außen vor gelassen.

So teuer sind die Dauerkarten der Bundesligisten

1. Borussia Dortmund, 240 bis 990 Euro

2. FSV Mainz 05, 179 bis 950 Euro

3. 1.FC Köln, 203 bis 910 Euro

4. RB Leipzig, 200 bis 850 Euro

5. Eintracht Frankfurt, 184 bis 827 Euro

6. FC Bayern, 160 bis 810 Euro

7. VfB Stuttgart, 225 bis 799 Euro

8. FC Schalke 04, 190,50 bis 776 Euro

9. Union Berlin, 221 bis 765 Euro

10. Werder Bremen, 202 bis 755 Euro

11. Hertha BSC, 199 bis 749 Euro

12. Borussia Mönchengladbach, 210 bis 745 Euro

13. SC Freiburg, 200 bis 709 Euro

14. VfL Bochum, 225 bis 645 Euro

15. FC Augsburg, 199 bis 629 Euro

16. TSG Hoffenheim, 150 bis 584 Euro

17. Bayer Leverkusen, 190 bis 440 Euro

18. VfL Wolfsburg, 145 bis 440 Euro

(Angaben via ZDF-'Sportstudio')

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Lars Pollmann  
01.07.2022