Werder vor Krisenduell mit Schalke

"Wofür eigentlich?" Burdenski hinterfragt "Nibelungentreue" zu Kohfeldt

Neue Saison, alte Probleme für Kohfeldt. Foto: Martin Rose/Getty Images
Neue Saison, alte Probleme für Kohfeldt. Foto: Martin Rose/Getty Images

Das Topspiel des zweiten Spieltags der Bundesliga ist gleich ein Krisenduell. Der FC Schalke 04 und Werder Bremen treffen im Geisterspiel am Samstagabend aufeinander. Dabei geht es laut Medienberichten um den Job von David Wagner, während Florian Kohfeldt sich wohl keine Sorgen machen muss. Dieter Burdenski hinterfragt das.

"Die Mannschaft muss auf dem Platz ein anderes Gesicht zeigen als in der Vorsaison. Gelingt das nicht, muss auch über den Job von Kohfeldt nachgedacht werden", schreibt die Klublegende in einer Kolumne für die Bild-Zeitung. Werder hatte in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen, war aber zum Saisonauftakt daheim gegen Hertha BSC in alte Muster gefallen. "Der Rückhalt durch die Geschäftsführung gleicht einer Nibelungentreue. Manchmal frage ich mich: Wofür eigentlich?", schreibt Burdenski.

"Mit verdammt viel Dusel nicht abgestiegen"

Aus Sicht des Ehrenspielführers der Hanseaten hatten nicht einmal Otto Rehhagel und Thomas Schaaf bei den Verantwortlichen eine so lange Leine wie Kohfeldt. Und die legendären Langzeit-Trainer fuhren riesige Erfolge ein. "Kohfeldt ist nach Platz 8 in der Saison zuvor zuletzt mit verdammt viel Dusel nicht abgestiegen", unterstreicht Burdenski. Er mutmaßt aber, dass auch der große Kredit des Siegeners in naher Zukunft verbraucht sein könnte.

"... wird eine Trainerdiskussion unvermeidlich"

Die Chance zur Wende sieht Burdenski im Spielplan. Das indisponierte Schalke und Aufsteiger Arminia Bielefeld seien Gegner, gegen die zwei Siege im Bereich des Möglichen lägen. "Gelingen in den nächsten beiden Partien diese sechs Zähler oder zumindest deutliche Leistungssteigerungen nicht, wird eine Trainerdiskussion unvermeidlich", so Burdenski argwöhnisch. 

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Lars Pollmann  
26.09.2020