Vierer-Achse gesetzt

WM-Casting für Flick: Sieben Startplätze noch offen?

Flick geht in der Nations League auch in die WM-Vorbereitung. Foto: Getty Images
Flick geht in der Nations League auch in die WM-Vorbereitung. Foto: Getty Images

Für die deutsche Nationalmannschaft geht es in der UEFA Nations League um das Erreichen des Final Four. Die Spiele gegen Ungarn und in England dienen aber auch schon der Vorbereitung auf die WM in Katar, vor der es im engen Terminplan nur zu einem Kurztrainingslager reichen wird. Spätestens mit den ersten Partien der Länderspielsaison ist das WM-Casting von Hansi Flick in vollem Gange.

Seinen Kader hat der Bundestrainer sicher schon weitgehend im Kopf, wobei gerade infolge der Aufstockung auf 26 Profis auch die ein oder andere Überraschung denkbar ist. Immer wieder spekulieren Medien derzeit über die Nominierung eines klassischen Mittelstürmers sozusagen als Kader-Joker, Flick hat das am Donnerstag selbst befeuert. Doch nicht nur bei den Tickets für Katar stehen noch einige Fragezeichen. Auch die Startelf des Titelanwärters scheint noch nicht in Stein gemeißelt. Geht es nach der Bild-Zeitung, sind derzeit nur vier Plätze fest vergeben.

Gündogan profitiert

Die Achse des DFB-Teams steht nach Ansicht des Boulevardblattes, Manuel Neuer im Tor, Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung, Joshua Kimmich auf der Sechs und Thomas Müller hinter der Spitze gelten als gesetzt. Sieben weitere Startelf-Plätze wären demnach noch zu vergeben. Auf den Außenverteidiger-Positionen können sich Jonas Hofmann und David Raum gute Chancen ausrechnen, weil sie viel Offensivpower mitbringen. Neben Kimmich profitiert Ilkay Gündogan womöglich vom Pech bei Leon Goretzka, der Bayern-Profi hat immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und ist aktuell an Corona erkrankt.

Musiala im Vorteil

In der Offensive macht Jamal Musiala den arrivierteren Kräften mächtig Druck. Flick gilt als ausgewiesener Fan des Jungstars vom FC Bayern, das Boulevardblatt rechnet deshalb damit, dass Musiala bei der WM in der Stammelf stehen wird. Leroy Sane, Serge Gnabry und womöglich Marco Reus würden dann wohl um einen Platz konkurrieren. Im Sturmzentrum hat Flick bisher oft auf Timo Werner vertraut, der es mit einer guten Quote zurückgezahlt hat. Gegen Top-Gegner hat der Profi von RB Leipzig im DFB-Team bisher aber oft enttäuscht, weshalb auch Kai Havertz seine Chancen auf den Stammplatz hat. Und dann wäre da ja womöglich noch der Kader-Joker, der der Nationalmannschaft mehr physische Präsenz verschaffen könnte. Ob Flick selbst noch sieben freie Plätze sieht, sei dahingestellt. Im Verlaufe des Turniers ab Ende November wird es ohnehin auf mehr als elf Spieler ankommen.

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Lars Pollmann  
23.09.2022