Nationalspieler spricht

WM-Boykott? Kimmich: "Finde ich schwierig"

Kimmich hat seine Meinung zur WM in Katar kundgetan. Foto: ANDRE PAIN/AFP via Getty Images
Kimmich hat seine Meinung zur WM in Katar kundgetan. Foto: ANDRE PAIN/AFP via Getty Images

Von Ende November bis Ende Dezember steigt in Katar die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren. Nationalspieler Joshua Kimmich vom FC Bayern hat sich im Rahmen einer Pressekonferenz des DFB zu einem möglichen Boykott geäußert und klar geschildert, weshalb dies im Nachgang schwierig ist.

Aufgrund der Menschenrechtsverletzungen gibt es für die WM-Vergabe der FIFA an Katar zahlreiche Kritik. Dennoch wird das Großturnier in einigen Wochen dort starten. Was hält Joshua Kimmich davon? "Als Spieler hat man auf eine WM natürlich extreme Lust. In diesem Fall ist es so, dass viel diskutiert wird, auch zurecht", teilte der Mittelfeldspieler des FC Bayern, der in Katar die deutsche Nationalmannschaft vertreten wird, am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

"Diese Missstände, die man ausmacht, gab es vorher schon"

"Es ist schwierig", so Kimmich, "sich nach der Vergabe mit den Voraussetzungen und Bedingungen auseinanderzusetzen. Man wusste um die Missstände, bevor die WM vergeben wurde." Die klare Meinung des 27-Jährigen: "Für einen Boykott sind wir zwölf Jahre zu spät dran. Es wäre wichtig gewesen, dass man sich vorher Gedanken darüber macht, was ist wichtig für ein Land, das sich bewirbt, und wie müssen da die Voraussetzungen sein." Laut ihm hätte die Vergabe an Katar besser durchdacht sein müssen-. "Im Nachhinein zu sagen, das ist schlecht, das ist schlecht, finde ich schwierig, weil diese Missstände, die man ausmacht, gab es vorher schon", sagte Kimmich.

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Adrian Kuehnel  
20.09.2022