Steiler Aufstieg im Jahr 2020

Wirtz: "Kann verstehen, dass die FC-Fans immer noch sauer sind"

Wirtz jubelte nach seinem Treffer gegen Köln wie der 'Joker'. Foto: WOLFGANG RATTAY/POOL/AFP via Getty Images
Wirtz jubelte nach seinem Treffer gegen Köln wie der 'Joker'. Foto: WOLFGANG RATTAY/POOL/AFP via Getty Images

Florian Wirtz hat im Jahr 2020 einen sagenhaften Aufstieg erlebt. Im Mai debütierte er zwei Wochen nach dem 17. Geburtstag in der Bundesliga, inzwischen ist er Stammspieler und Leistungsträger bei Bayer Leverkusen. So mancher Experte wähnt ihn sogar als Kandidaten für ein Ticket zur EURO mit dem DFB-Team.

In den Jubel um die Entwicklung des nächsten Top-Talents im deutschen Fußball können sie beim 1.FC Köln nicht so recht einstimmen. Die Domstädter verloren den Mittelfeldmann vor elf Monaten an den Lokalrivalen. Im Umfeld der Geißböcke ist Wirtz für viele sozusagen ein Rotes Tuch. "Ich kann verstehen, dass der FC enttäuscht war und die Fans dort immer noch sauer sind", sagt der Jungstar gegenüber der Bild-Zeitung. Die Entscheidung würde er aber immer wieder so treffen.

"Musste auf meine Zukunft und Perspektive schauen"

"Ich musste auf meine Zukunft und meine Perspektive schauen, und wenn ich zurückblicke, war es die richtige Entscheidung. Beim FC hatte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht an die Profis gedacht, das war sehr weit weg", sagt Wirtz. Bayer04 hingegen zeigte ihm die Perspektive unter Peter Bosz auf. Dass es letztlich so schnell in eine tragende Rolle gehen würde, hätten aber wohl beide Seiten Ende Januar kaum gedacht.

"Schwer zu fassen, was alles passiert ist"

"Es ist auch für mich schwer zu fassen, was im letzten Jahr alles passiert ist. Deshalb denke ich erst gar nicht so oft darüber nach", so Wirtz, der nebenbei auch sein Abitur baut. Zuletzt streute er sozusagen noch Salz in die Kölschen Wunden, traf beim 4:0 der Werkself am 12. Spieltag. Seinen Jubel in der Manier der Comicbuch-Figur 'Joker' will er aber nicht als Zeichen der Respektlosigkeit gegenüber dem Ex-Klub verstanden wissen. "Das war ein Gruß an meine Freunde. Ich bin dem FC sehr dankbar für die Zeit im Leistungszentrum", versichert Wirtz.

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Lars Pollmann  
30.12.2020