Geständnis vom Weltmeister

Winter-Deal 2009: Wie sich Kroos von Bayern zu Bayer trickste

Toni Kroos hat sich bei Bayer Leverkusen zum Superstar entwickelt.
Toni Kroos hat sich bei Bayer Leverkusen zum Superstar entwickelt. Foto: Getty Images

Manchmal kann eine Verletzung auch als glückliche Fügung bezeichnet werden. So erging es Toni Kroos, der sich im Winter 2009 vom FC Bayern München zu Bayer Leverkusen verliehen ließ. Allerdings flunkerte der heutige Weltklassespieler damals auch etwas.

Die heutigen Kunstrasenplätze haben es geschafft, weich wie ein Teppich zu sein. Die Verletzungsgefahr ist deutlich gesunken, die Unterlage deutlich sanfter. Im Jahr 2009 war davon noch nicht auszugehen und so passierte dem damals 18 Jahre alten Toni Kroos bei einem Hobbykick in Rostock verhängnisvolles: Er knickte um.

Eine Verletzung brachte Kroos nach Leverkusen

Was zunächst nach einer Reizung im geschwollenen Knöchel aussah, stellte sich nach der Rückkehr zum FC Bayern München bei einer Untersuchung von Mannschaftsartz Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als Bänderriss dar. Die Folge: Drei Monate Pause. Die Münchner stimmten auch deshalb eine Leihe zu Bayer Leverkusen zu - und dieser Schritt sollte sich lohnen, wie unter anderem zehn Bundesligatore in 42 Partien zeigten.

Hätte FC Bayern den Wechsel nicht erlaubt?

Kroos blickte im Podcast Einfach mal Luppen zurück: "Ich glaube, dass mir Bayern den Wechsel gar nicht erlaubt hätte, wenn ich fit gewesen wäre." Der heutige Weltmeister war damals nur Ergänzungsspieler: "Es war klar, dass die Verletzung Zeit braucht und es dann eine Zeit dauern würde, bis ich wieder in Form bin. Ich habe vorher eh wenig gespielt und dann kam alles zusammen, sodass ich nach Leverkusen durfte."

Kroos verheimlichte Verletzungsgrund

Wer weiß aber, wie der FC Bayern reagiert hätte, wenn er die Wahrheit über den Ursprung der Kroos-Verletzung gewusst hätte. Die tatsächliche Geschichte erzählte der Mittelfeldspieler von Real Madrid nicht, stattdessen nahm er einen Waldlauf als Ausrede: "Sie haben bis heute nichts anderes gehört. Ich habe das nie klargestellt. Vor allem, als rauskam, dass es wirklich ein Bänderriss war, war mir nicht danach zumute, zu erklären, dass das beim Fußball passiert ist. Jetzt ist die These aber verjährt, da kann ich nicht mehr dafür angeklagt werden."

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Christopher Michel  
06.08.2020