Spektakulärer Abschied vor einem Jahr

Windhorst: "So falsch lag Klinsmann nicht"

Klinsmann verließ Hertha in einer Nacht- und Nebelaktion. Foto: Imago
Klinsmann verließ Hertha in einer Nacht- und Nebelaktion. Foto: Imago

Am Donnerstag jährt sich der spektakuläre Abschied von Jürgen Klinsmann von Hertha BSC zum ersten Mal. Der Cheftrainer warf die Brocken hin, wenig später enthüllte Sport Bild eine ziemlich schonungslose Abrechnung des zunächst als Aufsichtsrat eingestellten Vertrauten von Lars Windhorst.

Ein Jahr später könnte Klinsmann in mancher Hinsicht eine gewisse Genugtuung verspüren. Immerhin hat sich der Klub zwischenzeitlich von Michael Preetz getrennt, dessen Sachverstand der einstige Bundestrainer durchaus kritisch sah. "Rückblickend stellen inzwischen ja viele fest, dass viele Impulse und Analysen von Jürgen Klinsmann so falsch nicht waren", zitiert die Bild-Zeitung Windhorst vor dem Jubiläum des Hertha-Erdbebens. "Es hätte sehr konstruktiv sein können", schaut der Investor mit Wehmut zurück.

"Leider die Tür zugeschlagen"

"Die Art seines Abgangs war und ist für mich nicht akzeptabel. Bis heute bedaure ich, dass Jürgen Klinsmann so gehandelt hat." Der Ex-Profi hatte seinen Abschied unilateral bei Facebook verkündet und den Klub so völlig vor den Kopf gestoßen. Das Tischtuch ist zerschnitten, wie Windhorst nun nochmal betont. "Durch die Art seines Abgangs hat er leider die Tür zugeschlagen." Aktuell kämpft Hertha BSC gegen den Abstieg, setzt dabei in Pal Dardai auf einen altbewährten Trainer und in Arne Friedrich auf ein frisches Gesicht als Sportchef.

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Lars Pollmann  
09.02.2021