Frankfurt-Schreck

Wimmer über Rabona-Vorlage: "Kein Vertrauen in linken Fuß gehabt"

Die Arminen bejubeln den Führungstreffer von Patrick Wimmer. Foto: Getty Images

Beim 2:0-Auswärtserfolg von Arminia Bielefeld bei Eintracht Frankfurt war Patrick Wimmer mit einem Tor und einer spektakulären Rabona-Vorlage der Matchwinner. Nach dem Spiel gab sich der Österreicher erleichtert. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Arroganzanfall oder technische Finesse? Bielefelds Mittelfeldspieler Patrick Wimmer erzielte bei Eintracht Frankfurt erst trocken den Führungstreffer (5. Minute) und bereitete dann das Tor von Alessandro Schöpf (27.) per Rabona-Flanke vor. Nach dem Spiel erklärte der 20-Jährige auf DAZN: "Im Training probiert man das eher mal aus Spaß. In der Situation hatte ich einfach kein Vertrauen in meinen linken Fuß. Deshalb habe ich mir gedacht, ich muss ihn so nehmen oder mit dem rechten Außenrist. Zum Glück ist es ein Tor geworden und ein Asiat für mich. Wenn es nicht so aufgeht, dann wird mir vermutlich Arroganz vorgeworfen. Zum Glück ist es aufgegangen und wir haben den Sieg heute mitgenommen."

Abstiegskampf? "Auf keinen Fall" 

Der Österreicher wird zum richtigen Frankfurt-Schreck! Schon im Hinspiel hatte Wimmer beim 1:1 zuhause den Ausgleich kurz vor Schluss erzielt - mit einem sehenswerten Volley aus rund 20 Metern. Nun beim Auswärtssieg ein Tor und eine spektakuläre Vorlage. Die sei laut Trainer Frank Kramer ein Ausdruck von Kreativität und nicht von Arroganz gewesen. Kramers Plan in Frankfurt ging auf. "Wir wollten hinten kompakt stehen und vorne unsere Chance nutzen. Das ist heute aufgegangen", so Wimmer, der auf die Frage, ob sein Team nochmal etwas mit dem Abstiegskampf zu tun haben will, trocken antwortete: "Auf keinen Fall!" Spielt der Rechtsaußen so weiter, könnte es in der Tat eine ruhige Saison für die Ostwestfalen werden.

Benjamin Heinrich  
22.01.2022