"Er kommt in Liverpool nicht in Tritt"

Wilde Matthäus-Idee: Thiago-Rückkehr zum FC Bayern?

Thiago ist in Liverpool noch nicht ganz angekommen. Foto: PETER POWELL/POOL/AFP via Getty Images
Thiago ist in Liverpool noch nicht ganz angekommen. Foto: PETER POWELL/POOL/AFP via Getty Images

Thiago Alcantara hat am Dienstag bei seinem Champions-League-Debüt für den FC Liverpool einen Sieg gegen RB Leipzig eingefahren. Es ist ein bisher eher seltenes Glücksgefühl für den Spanier, der zuvor in 13 Anläufen mit dem englischen Meister nur viermal als Sieger vom Platz ging. In manchen Medien auf der Insel gilt er gar als Gesicht der Krise der Reds.

Immerhin ist die Titelverteidigung der Truppe von Jürgen Klopp ganz offiziell abgeblasen, stattdessen muss sich das Team strecken, die Champions-League-Qualifikation über die Premier League nicht zu verpassen. Dass es seit der Rückkehr von Thiago in den Mannschaftskreis nicht mehr läuft, ist natürlich vor allem Zufall und anderen Ausfällen geschuldet. Der Neuzugang vom FC Bayern hat etwa sicher nicht für die zuletzt gehäuften Patzer von Torhüter Alisson Becker gesorgt. Dass die Reds den 29-Jährigen schnell wieder loswerden wollen, ist sehr weit hergeholt.

"Er kommt in Liverpool nicht in Tritt"

Dennoch wünschen sich sicher viele Fans des FC Bayern, was Lothar Matthäus am Dienstag im Rahmen der Champions-League-Berichterstattung von Sky aussprach. "Wie wäre es eigentlich, wenn die Bayern Thiago wieder zurück nach München holen?", so die rhetorische Frage des TV-Experten. "Er kommt in Liverpool nicht in Tritt und in München wird er von Hansi Flick und den Fans vermisst", argumentiert Matthäus.

"Die Tür mit Sicherheit niemals ganz verschlossen"

Dagegen spricht freilich nicht zuletzt, dass Thiago den Abgang aus München vorantrieb, um in seiner Karriere nochmal eine neue Erfahrung in einer anderen Liga zu machen. Die Parteien trennten sich im Guten, den Mittelfeld-Maestro übermannten beim Abschied gar die Gefühle, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge anschließend verriet. Minutenlang habe der Spanier in seinen Armen geweint, sagte er gegenüber dem Pay-TV-Kanal. "Wer sich so emotional von Karl-Heinz Rummenigge verabschiedet, für den ist die Tür mit Sicherheit niemals ganz verschlossen", mutmaßt Matthäus. Es wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Wunschtraum bleiben.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
17.02.2021