"Das ist Folter für die Fans"

Wiese: "Werder hätte sofort die Reißleine ziehen müssen"

Kohfeldt ist laut Wiese schwer beschädigt. Foto: Imago
Kohfeldt ist laut Wiese schwer beschädigt. Foto: Imago

Werder Bremen hat am Montag Cheftrainer Florian Kohfeldt für den Augenblick das Vertrauen ausgesprochen. Als gänzlich ausgeschlossen gilt eine Veränderung auf der Position im Saisonendspurt laut Medienberichten aber nicht. So oder so sieht Tim Wiese den Übungsleiter bei seinem Ex-Klub schwer beschädigt.

"Wenn ein Verein drei Tage darüber diskutiert, ob der Trainer noch der Richtige ist, und sich zu ihm dann nicht klar bekennt, dann ist er enteiert", wählt der frühere Werder-Keeper gegenüber Sport Bild gewohnt markante Worte. Aus seiner Sicht ist aber nicht nur der Vorgang zu kritisieren, sondern auch die letztliche Entscheidung. "Der Verein hätte sofort die Reißleine ziehen müssen, denn so kann es bei Werder nicht mehr weitergehen", sagt Wiese. Die Mannschaft spiele schon zu lange erfolglos und schlecht, um ein Weiter-So mit Kohfeldt gutheißen zu können.

"Das ist Folter für die Fans"

"Das ist Folter für die Fans. Inwieweit sich ein Trainerwechsel im Abstiegskampf positiv auswirken kann, sieht man doch am Beispiel Köln", argumentiert der Ex-Nationalspieler. Die Geißböcke haben zuletzt durch zwei Siege unter 'Feuerwehrmann' Friedhelm Funkel neue Hoffnung geschöpft. Der FC Augsburg hat nun nahezu zeitgleich mit Werder über Heiko Herrlich befunden und den Daumen gesenkt. Wiese erwartet auch beim FCA unter Rückkehrer Markus Weinzierl einen Aufwärtstrend. "Seit Jahren haben sich Trainerwechsel bewährt", schließt der 39-Jährige. Werder Bremen setzt hingegen wie in der Vorsaison auf Kontinuität unter Kohfeldt. Seinerzeit gelang die Rettung, wenngleich erst auf dem letzten Drücker in der Relegation.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
28.04.2021